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Objektkennung: VB-MS-4213-103
(Teil)flächen: Mehrere Teilflächen Bewertung: herausragende Bedeutung (Kernbereiche und weitere herausragende Funktionsbereiche des Biotopverbundes NRW) Beschreibung: GEBIETSBESCHREIBUNG Die vier nördlich und östlich von Dolberg im Vorland der Beckumer Berge gelegenen Teilflächen des Gebietes stellen naturnahe Bachbiotopkomplexe mit angrenzenden bzw. benachbart gelegenen Laubwäldern, z.T. auch Grünlandflächen und Brachen dar. Die überwiegend naturnahen, teils auch mäandrierenden Bachläufe fließen in südlicher Richtung der Lippeniederung zu. Sie sind z.T. schluchtartig eingetieft, teils fließen sie in Sohlen- oder Muldentälern. Lokal treten Beeinträchtigungen durch Teiche im Hauptschluss oder Begradigungen auf. Die schmalen Niederungen und Talauen sind vorwiegend bewaldet, wobei sich typische, eschenreiche Auenwälder mit naturnahen Eichen-Hainbuchenwäldern und teils artenreichen Pappelforsten abwechseln. Der vorwiegend durch Weidegrünland fließende Göttfricker Bach wird über weite Strecken von einer schmalen Auwald-Galerie gesäumt. Angrenzende und benachbarte Wälder werden vorwiegend von naturnahen, teils alt- und totholzreichen Buchen- und Eichenwäldern aufgebaut. Auf staufeuchten Kalkmergelböden sind sie zumeist als Eichen-Hainbuchenwald mit z.T. hohem Strukturreichtum und gut entwickelter Krautschicht ausgebildet, auf frischeren Standorten als Waldmeister-Buchenwald. Örtlich finden sich Anklänge zum Orchideen-Buchenwald. Fichten- und Pappelforste vervollständigen das Waldbild. Zwei größere Verebnungsflächen am Brunsberg werden von wechselfeuchten, gestörten Grünlandbrachen (ehemals Ackernutzung) eingenommen. Naturnahe Bachbiotopkomplexe mit Quellen, Quellbächen, teils mäandrierenden Bachläufen und begleitenden Auenwaldsäumen sind im Tiefland Nordrhein-Westfalens sehr selten gewordene Lebensräume und daher stark gefährdet. Die Tälchen um Dolberg repräsentieren diesen Lebensraumkomplex hervorragend und zudem in unterschiedlichen Ausbildungsformen. Für den Quellbereich der Teufelsschlucht wurde zudem in den 1980er Jahren eine für den Kreis Warendorf einzigartige Quellfauna nachgewiesen. Die angrenzenden, überwiegend naturnahen Laubwälder binden z.T. an die großen Laubwaldkomplexe des Uentruper Waldes und des Stockumer Holzes an und sind somit Teil des landesweiten Waldbiotopverbundsystems. WERTBESTIMMENDE MERKMALE/BEDEUTUNG IM BIOTOPVERBUND - Refugial- und Lebensraum für Arten der Fließgewässer, - Refugial- und Lebensraum für Arten der Wälder KLIMASENSITIVE ARTEN UND LEBENSRÄUME - Stieleichen-Hainbuchenwald - Laubfrosch (Hyla arborea) Bemerkenswerte Pflanzenarten: Bach-Nelkenwurz (Geum rivale, RL 3), Grüne Nieswurz (Helleborus viride), Geflecktes Knabenkraut (Dactylorhiza, maculata, RL 3), Nestwurz (Neottia nidus-avis, RL 3). Besonders schutzwürdige Biotoptypen: naturnaher Eichenwald, Waldmeister-Buchenwald, Auenwald, naturnahe Fließgewässer und Quellbäche, Quellen. SCHUTZZIELSchutzziel: LAGENaturräumliche Haupeinheit:Kernmünsterland (NHE-CODE 541) Regierungsbezirk: Münster Kreis: Warendorf Gemeinde(n): Beckum, Ahlen Höhe über NN: : keine Angabe BEARBEITUNG01.07.2001 Datenerfassung, Digitalisierung , Kartier-, Planungsbüro14.03.2012 fachliche Prüfung , Kartier-, Planungsbüro 25.10.2021 Datenerfassung, Digitalisierung (Bem: Fortschreibung), Mitarbeiter(-in) des LANUV LINK zum Informationssystem Biotopverbund: https://www.lanuv.nrw.de/natur/landschaftsplanung/biotopverbund-in-nrw Public Report generiert:20260130 domainobjectid: 4977999 Edate: 20230615 |