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Objektkennung: VB-DT-GT-4116-0020
Objektbezeichnung: Strukturreiche Kultulandschaftskomplexe um Westerwiehe
Digitalisierte Flächengröße: 746.2581 ha Digitalisierungsmaßstab: Maßstab 1:5.000
(Teil)flächen: Zusammenhängende Fläche
Bewertung: besondere Bedeutung (Verbindungs-, Ergänzungs- und Entwicklungsbereiche des Biotopverbundes NRW)
Beschreibung:
GEBIETSBESCHREIBUNG - teils weitläufig, teils engräumig durch Feld- und Flurgehölze strukturierte Acker-Grünlandkomplexe um Westerwiehe - überwiegend ebenes bis sanft geneigtes, nur östlich von Westerwiehe leicht hügeliges Gelände, von einigen oft gehölzgesäumten Gräben und Bächen (u. a. Dortenbach) entwässert. - typische Streusiedlung mit eichenreichen Hofgehölzen und hofnahen Obstweiden - bereichsweise mäßig feuchtes Grünland, überwiegend als Weide und Mähweide genutzt - kleinflächig typisches Feuchtgrünland - eichen- oder erlenreiche, örtlich vernässte Feldgehölze - sonstige Flurgehölze vorwiegend aus Baumreihen und Baumhecken, bereichsweise auch Kopfweidenreihen, Alleen und Einzelgehölze/Gehölzgruppen - naturnahe Kleingewässer (bei Hof Pickstroer am Dortenbach mit Kammmolch- und Laubfroschvorkommen) - Vorkommen von Arten der kleinräumig strukturierten Kulturlandschaft, u. a. Steinkauz, Waldohreule, Schleiereule, Baumfalke
WERTBESTIMMENDE MERKMALE/BEDEUTUNG IM BIOTOPVERBUND - strukturreicher, grünlandgeprägter Landschaftsausschnitt mit Einzelhöfen als Relikt der historischen, kleinbäuerlichen Kulturlandschaft - Ergänzungsraum für Arten der Kulturlandschaft, wie z. B. Laubfrosch und Steinkauz - Gebiet landschaftsästhetisch und -ökologisch von besonderer Bedeutung im Verbund mit dem südlich angrenzenden NSG Rietberger Emsniederung und im regionalen Biotopverbund im südlichen Kreis Gütersloh
KLIMASENSITIVE ARTEN UND LEBENSRÄUME - Laubfrosch (Lebensraumverlust, Sommertrockenheit) - Sumpfschrecke (Lebensraumverlust, Sommertrockenheit)
- Nass- und Feuchtgrünland (Sommertrockenheit) - Stillgewässer (Sommertrockenheit, Verlandung)
SCHUTZZIEL
Schutzziel: - Schutz und Erhalt einer mit vielfältigen Biotopstrukturen ausgestatteten, traditionellen Kulturlandschaft - Sicherung der Lebensräume typischer Vogel- und Amphibienarten der Kulturlandschaft
Entwicklungsziel:
Wiederherstellung bzw. Optimierung einer strukturreichen Kulturlandschaft durch - Erhalten des hohen Grünlandanteils und Fördern extensiver landwirtschaftlicher Nutzung - Umwandlung von Acker in (beweidetes) Grünland - Erhalt und Entwicklung gliedernder, alter Gehölzstrukturen
Erhalten und Fördern traditioneller Brutvorkommen des Steinkauzes durch - Erhalten und Fördern von beweidetem Grünland - Erhalt und Pflege von Kopfbäumen, Streuobst und (alten) Einzelbäumen
Erhalt und Entwicklung von Amhibiengewässern u. a. für Laubfrosch und Kammmolch durch - Optimieren durch Freistellen - Neuanlage besonnter Kleingewässer
Bedeutung im Biotopverbundsystem:
Moorböden (Böden mit hoher Kohlenstoffspeicherfunktion) (C-Sp Moorböden (hohe Kohlenstoffspeicherfunktion)) Entwicklungsraum für klimasensitive Arten der Stillgewässer (vorauss. überw. neg. Reaktion) (EntR kli. Art. d. Stillgewässer) Entwicklungsraum für Arten der Stillgewässer (EntR Art. d. Stillgewässer) klimasensitiver, schutzw. Biotoptyp: Feucht- und Nassgrünland (vorauss. überw. neg. Reaktion) (klis. BT Feucht- und Nassgrünland) Ergänzungsraum für klimasensitive Arten der vielfältigen, kleinstrukturierten Kulturlandschaft (vorauss. überw. neg. Reaktion) (ErgR kli. Art. d. Kulturlandschaft) Ergänzungsraum für Arten der vielfältigen, kleinstrukturierten Kulturlandschaft (ErgR Art. d. Kulturlandschaft) grundwasser- und staunässefreien, tiefgründigen Sand- oder Schuttböden (Biotopentwicklungspotential) (BEpot Sand- oder Schuttböden) Moorböden (Biotopentwicklungspotential) (BEpot Moorböden) Teilfläche im Süden eutrophe Stillgewässer (SV eutrophe Stillgewässer) sonstige schutzwürdige Grünlandflächen (SV sonst. schutzw. Grünlandflächen) Feucht- und Nassgrünland (SV Feucht- und Nassgrünland)
Verbundschwerpunkte:
- Gehölz-Grünland-Acker Komplex (x) - kleine und mittlere Stillgewässer
Zielarten:
- Laubfrosch (Hyla arborea) (Bem.:Fundortkataster (1995, 1996)) - Kammmolch (Triturus cristatus) (Bem.:Fundortkataster (1996, 2011), Biostation Gt-Bi (2011)) - Schleiereule (Tyto alba) (Bem.:Biostation Gt-Bi (2011)) - Steinkauz (Athene noctua) (Bem.:Fundortkataster (2004), Biostation Gt-Bi (2002, 2003, 2008, 2011, 2014)) - Waldohreule (Asio otus) (Bem.:Fundortkataster (2004), Biostation Gt-Bi (2002, 2004, 2005, 2011, 2014)) - Baumfalke (Falco subbuteo) (Bem.:Biostation Gt-Bi (2003)) - Kuckuck (Cuculus canorus) (Bem.:Biostation Gt-Bi (2006, 2007)) - Kiebitz (Vanellus vanellus) (Bem.:Biostation Gt-Bi (2007, 2011)) - Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) (Bem.:Biostation Gt-Bi (2007)) - Nachtigall (Luscinia megarhynchos) (Bem.:Biostation Gt-Bi (2008)) - Rauchschwalbe (Hirundo rustica) (Bem.:Fundortkataster (2004), Biostation Gt-Bi (2011)) - Feldsperling (Passer montanus) (Bem.:Biostation Gt-Bi (2002, 2004, 2006, 2008, 2011-2014))
Fachbeitrag / Planung:
FB-Naturschutz u. Landschaftspflege Kreis Gütersloh
LAGE
Naturräumliche Haupeinheit: Ostmünsterland (NHE-CODE 540)
Regierungsbezirk: Detmold Kreis: Gütersloh Gemeinde(n): Rietberg
Höhe über NN: : keine Angabe
BEARBEITUNG
16.07.2004 Kartierung/ Beobachtung , Kartier-, Planungsbüro 02.08.2004 Kartierung/ Beobachtung , Kartier-, Planungsbüro 03.08.2004 Kartierung/ Beobachtung , Kartier-, Planungsbüro 18.03.2015 Datenerfassung, Digitalisierung , Kartier-, Planungsbüro 28.10.2015 , Mitarbeiter(-in) des LANUV
LINK zum Informationssystem Biotopverbund:
https://www.lanuv.nrw.de/natur/landschaftsplanung/biotopverbund-in-nrw
Public Report generiert:20250808 domainobjectid: 4412022 Edate: 20190416
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