Landschaftsschutzgebiete (LSG)


LINFOS-Kennung: LSG-HX-00042
Gebietsname: LSG-Weseraue im Bereich Grosse Masch

Digitalisierte Fläche: 36.8507 ha     offizielle Fläche: 37.0000 ha    Digitalisierungsmaßstab: Maßstab 1:5.000

Schutzziel:
Aufgrund der §§ 19 und 21 LG werden die unter
denGliederungs-Nr. 2.2-1 bis 2.2-27 bezeichneten
und in die Festsetzungskarte eingetragenen
Flächen als Landschaftsschutzgebiete festgesetzt.

Das ca. 37 ha große Gebiet liegt nordwestlich von
Stahle an der Landesgrenze zu Niedersachsen in der
Weseraue und hat einen etwa hufeisenförmigen
Zuschnitt.Die Grenze verläuft im Westen entlang der
B 83, im Norden und Nordwesten teilweise entlang der
Landesgrenze zu Niedersachsen, und im Norden und
Osten entlang der Grundstücksgrenze des Weser-
Gewässergrundstückes, soweit dies an die landseitig
anschließenden Grundstücke angrenzt. Im Übrigen
folgt die Grenze landwirtschaftlichen Wegen. Der
relativ ebene Weseraueabschnitt ist noch weitgehend
durch ein auetypisches Mikrorelief geprägt, das häufig
zwischen Eintiefungen und Aufhöhungen von wenigen
Dezimetern bis zu 1,5 m auf kurzen Entfernungen
schwankt. Parallel zum westlichen Talrand verläuft
eine feuchte Talrandsenke und etwa diagonal von
Süden nachNorden ist die Aue hier von verlandeten
Flutmulden durchzogen. Die Geländehöhen variieren
in der Aue zwischen 86 m üNN im Südwesten und 83
m üNN im Norden. Zur B 83 steigt am westlichen
Talrand ein bewaldeter Muschelkalk-Hangabschnitt auf
112 m üNN an, und zum Mittelwasserbereich der
Weser fällt die Uferzone überwiegend außerhalb des
Gebietes um 2 - 2,5 m ab auf 82 m üNN im Südosten
und 81 m üNN im Norden. Der Prallhang ist mit
Buhnen befestigt. Der Gleithang weist breite Kies- und
Schlammbänke auf. Mehr oder weniger regelmäßig
werden alle Flächen in der Aue überflutet, die 86 m
üNN und weniger Geländehöhe erreichen. Bei
ablaufender Flut hält sich das Wasser 1 - 2 Wochen
länger in den Vertiefungen der Randsenke, ehe auch sie trockenfallen. Durch ständige Grundwasserzuflüsse aus dem westlich ansteigenden Muschelkalk-Steilhang des Kandel und stauwasserbedingt bleibt die Randsenke jedoch übers Jahr wesentlich feuchter als die heute weitgehend in Ackernutzung befindliche übrige "Große Masch". In der Flutmulde liegt der mittlere
Grundwasserflurabstand zwischen 1,3 und 2 m.
Brauner Aueboden und junge Aueböden kennzeichnen
die Standorte, die weitestgehend mit Grünland bedeckt
sind. Gehölze stehen in der Aue nur vereinzelt. Reste
von Feuchtwiesen und Fettweiden sowie
Uferstaudensäume besitzen ein äußerst hohes
Regenerationspotential für auetypische Lebensräume,
sodass bei entsprechender Bewirtschaftung und
Entwicklung der Biotopverbund im Wesertal
stabilisiert, erhalten und verbessert werden kann. Das
über die Geltungsdauer des Landschaftsplanes hinausgehende Ziel ist die Erhaltung der Flusstallandschaft und die Entwicklung naturnaher Landschaftselemente der Aue wie Flutmulden, Nass- und Feuchtwiesen, Röhrichte, Auwälder und Weidengebüsche. Hierbei ist insbesondere in den feuchten Senken und Flutmulden
Acker in Grünland umzuwandeln und durch
verringerten Dünger- und Herbizideinsatz den
Belangen des Biotop- und Artenschutzes verstärkt
Rechnung zu tragen.

Links auf externe Dokumente

legaldocs.naturschutzinformationen.nrw.de/legaldocs/LP1_Hoexter_Text.pdf

Verwaltungstechnische Angaben

Schutzstatus:
LSG, bestehend

Verfahrensstand:
LP rechtskraeftig

Gültigkeit:
Inkraft seit: 2006, Inkraft: 2006, außerkraft: 9999

Amtsblatt / LP:
LP Wesertal mit Fürstenauer Bergland (2006-02-04)

Digitalisiermaßstab:
Maßstab 1:5.000

Allgemeine Bemerkungen:
Digitale Abgrenzung vom Kreis uebernommen (2024). Digitale Abgrenzung des LSG vom Kreis uebernommen. Ehemals Teilflaeche des LSG Altkreis Hoexter mit Amtsblatt vom 06.04.1965.


LAGE


Regierungsbezirk: Detmold
Kreis: Höxter Gemeinde(n): Höxter


öffentlicher Report generiert:20250117      domainobjectid: 5067588     Edate: 20241111