Landschaftsschutzgebiete (LSG)


LINFOS-Kennung: LSG-HX-00033
Gebietsname: LSG-Raeuschenbergplateau mit Loesshangzone zwischen Hoexter und Brenkhausen

Digitalisierte Fläche: 130.8578 ha     offizielle Fläche: 130.0000 ha    Digitalisierungsmaßstab: Maßstab 1:5.000

Schutzziel:
Nach § 21 LG werden Landschaftsschutzgebiete
festgesetzt, soweit dies
a) zur Erhaltung oder Wiederherstellung der
Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes oder der
Nutzungsfähigkeit der Naturgüter,
b) wegen der Vielfalt, Eigenart oder Schönheit des
Landschaftsbildes,
c) wegen ihrer besonderen Bedeutung für die Erholung
erforderlich ist.
Aufgrund der §§ 19 und 21 LG werden die unter
denGliederungs-Nr. 2.2-1 bis 2.2-27 bezeichneten
und in die Festsetzungskarte eingetragenen
Flächen als Landschaftsschutzgebiete festgesetzt.

Das ca. 95 ha große Gebiet ist entlang von Straßen,
Wald-Feldgrenzen und Flurstücksgrenzen abgegrenzt
und liegt in der Muschelkalkzone des Oberwälder
Landes. Von der Trochitenkalk-Plateaulage des
Räuschenberges neigen sich mäßig steile (30 - 50%)
Hanglagen zur Schelpe hinab. Lössablagerungen
reichen vom Hangfuß bis in die Mittelhanglagen hinauf
und sind bisweilen sogar von beträchtlicher
Mächtigkeit. Unter dem Schirm der Altkiefernbestände
haben sich lichte Wälder mit wärmeliebenden
Gebüschen entwickelt, die aus Berberitze, Schlehe,
Rosen, Weißdorn, Seidelbast und Liguster sowie gut
ausgeprägten Waldrebenschleiern bestehen. Diese
Bereiche stellen für wärmeliebende Arten wertvolle
Trockenbiotope dar. Elsbeere, Sommerlinde, Wildapfel und Eibe kommen vor. Der Westhang wird durch zahlreiche ehemalige Ackerterrassen gegliedert, am Fuß dieses Hanges findet sich ein ca. 120jähriger
Eichenreinbestand mit stellenweise gut ausgebildeter
Strauchschicht. Das Gebiet gehört zu den seltenen fast
reinen Eichenbeständen in der Region. Im Nordwesten
des Hochplateaus befinden sich forstliche
Samenplantagen seltener einheimischer Baum- und
Straucharten. Die Flächen haben landesweite
Bedeutung für die forstliche Generhaltung. Die
Nordwestgrenze bildet ein naturnah strukturierter
Waldsaum mit reich differenziertem Bestandesaufbau.
Die gut erhaltene mittelalterliche Landwehr mit dem
Mäuseturm verläuft durch das Gebiet und ist von der
Teufelsschlucht bis ins Schelpetal nahezu lückenlos zu
verfolgen (tlw. Bodendenkmal). Auf dem Hochplateau
befindet sich ein sehr großes Grabhügelfeld aus der
Frühbronzezeit (Bodendenkmal). Das LSG vernetzt die Naturschutzgebiete Räuschenberg und Teufelsschlucht zusammen mit den Waldgebieten am Bielenberg und Ziegenberg sind Trittsteinbiotope für die Artenausbreitung vorhanden.
Das LSG ist Trinkwasserschutzgebiet, es ist sehr gut
erschlossen, gut ausgestattet und liegt als Feierabend und Kurerholungsgebiet unmittelbar an der
Weserberglandklinik am Stadtrand von Höxter.

Links auf externe Dokumente

legaldocs.naturschutzinformationen.nrw.de/legaldocs/LP1_Hoexter_Text.pdf

Verwaltungstechnische Angaben

Schutzstatus:
LSG, bestehend

Verfahrensstand:
LP rechtskraeftig

Gültigkeit:
Inkraft seit: 2006, Inkraft: 2006, außerkraft: 9999

Amtsblatt / LP:
LP Wesertal mit Fürstenauer Bergland (2006-02-04)

Digitalisiermaßstab:
Maßstab 1:5.000

Allgemeine Bemerkungen:
Digitale Abgrenzung des LSG vom Kreis uebernommen. Ehemals Teilflaeche des LSG Altkreis Hoexter mit Amtsblatt vom 06.04.1965.


LAGE


Regierungsbezirk: Detmold
Kreis: Höxter Gemeinde(n): Höxter


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