Landschaftsschutzgebiete (LSG)


LINFOS-Kennung: LSG-HX-00020
Gebietsname: LSG-Knickbruch im Forst Corvey

Digitalisierte Fläche: 26.6300 ha     offizielle Fläche: 26.5000 ha    Digitalisierungsmaßstab: Maßstab 1:5.000

Schutzziel:
Aufgrund der §§ 19 und 21 LG werden die unter
denGliederungs-Nr. 2.2-1 bis 2.2-27 bezeichneten
und in die Festsetzungskarte eingetragenen
Flächen als Landschaftsschutzgebiete festgesetzt.

Das ca. 26,5 ha große Gebiet liegt nordöstlich von
Bödexen im Forst Corvey an der Landesgrenze zu
Niedersachsen in der Keuperzone des Oberwälder
Landes. Die Abgrenzung verläuft im Westen, Süden,
Osten und Nordosten entlang verschiedener Forstwege, im Nordwesten auf einem Pfad und im Norden entlang der Landesgrenze zu Niedersachsen. Im Südosten wird das Gebiet durch einen Forstweg vom Twiertal abgegrenzt. Es werden kleinere Teilflächen der Forstabteilungen 135 und 136 sowie nahezu die gesamte Abteilung 139 erfasst. Die höchste
Geländehöhe liegt in der Südspitze des Gebietes mit
285 m üNN. Sie fällt nach Norden zum Forsterbach bis
auf 245 m üNN ab. Die wechselnden Plateaulagen sind
eben, die sonnenseitigen und schattenseitigen
Hanglagen sind insgesamt nur mäßig geneigt. Der
geologische Untergrund ist aus Kohlenkeuper (Oberer
Kohlenkeuper, Hauptlettenkohlen-Sandstein und
Unterem Kohlenkeuper) aufgebaut. Die Bodenbildung
ist teilweise durch Staunässe geprägt. Neben
Braunerden mittlerer Entwicklungstiefe treten
Pseudogleye und Moorbildungen auf. In einer
Störungszone am Fuß des Köterberges befinden sich in
der Übergangszone vom Keuper zum Muschelkalk
verschiedene Quellaustritte von Forster- und
Twierbach und Geländevertiefungen, die durch
Suberosion entstanden sind. In diesen jeweils nur
wenige hundert Quadratmeter großen Vertiefungen in
einer Hochfläche haben sich während langer
Nässephasen Moor- und Anmoorstagnogleye sowie
Niedermoore gebildet. Diese Boden- und
Moorbildungen sind in einer derartigen
morphologischen Position seltene Naturschöpfungen,
von besonderer Eigenart und aus bodenkundlichen und geowissenschaftlichen Gründen besonders
schutzwürdig. Inmitten des geschlossen bewaldeten
Fürstenauer Berglandes liegen hier in ca. 145jährigen
Buchen-Eichenwäldern mehrere Quellbrüche, die nach
§ 62 LG besonders schutzwürdig sind, nahe
beieinander. Ein solches Quellsumpfgebiet ist im
Landschaftsplan einmalig und von daher besonders
schützenswert. Zwei Sickerquellbereiche des
Forsterbaches in Hanglage mit sehr gut ausgebildeter
Quellflur, umgeben von relativ jungem Buchenwald,
weisen deutliche Solifluktuation auf.

Links auf externe Dokumente

legaldocs.naturschutzinformationen.nrw.de/legaldocs/LP1_Hoexter_Text.pdf

Verwaltungstechnische Angaben

Schutzstatus:
LSG, bestehend

Verfahrensstand:
LP rechtskraeftig

Gültigkeit:
Inkraft seit: 2006, Inkraft: 2006, außerkraft: 9999

Amtsblatt / LP:
LP Wesertal mit Fürstenauer Bergland (2006-02-04)

Digitalisiermaßstab:
Maßstab 1:5.000

Allgemeine Bemerkungen:
Digitale Abgrenzung vom Kreis uebernommen (2024). Digitale Abgrenzung des LSG vom Kreis uebernommen.


LAGE


Regierungsbezirk: Detmold
Kreis: Höxter Gemeinde(n): Höxter


öffentlicher Report generiert:20250117      domainobjectid: 5067565     Edate: 20241111