Landschaftsschutzgebiete (LSG)


LINFOS-Kennung: LSG-HSK-00131
Gebietsname: LSG-Unteres Immental

Digitalisierte Fläche: 23.3923 ha     offizielle Fläche: 23.4100 ha    Digitalisierungsmaßstab: Maßstab 1:5.000

Schutzziel:
Erhaltung, Ergänzung und Optimierung eines Grünlandbiotop-Verbundsystems in den Tal-auen und den Magergrünland-Gesellschaften, das durch etliche in diesem Plan festgesetzte NSG vorgezeichnet ist, Tieren und Pflanzen Wanderungs- und Ausbreitungsmöglichkeiten schafft und damit der Erhaltung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts dient; Sicherung der gliedernden und belebenden Wirkung offener Grünland-Lebensräume im Landschaftsbild des nördlichen, waldreicheren Plangebiets-Teiles; Erhaltung der Nutzungsfähigkeit der Na-turgüter durch den Schutz fruchtbarer Talböden vor Erosion; Schutz von Feucht- und Mager-grünlandstandorten, die zumindest eine potenzielle Bedeutung für den Biotop- und Arten-schutz haben, aber aktuell nicht als NSG festzusetzen waren; Umsetzung der Entwicklungs-ziele 1.1, 1.4 und tlw. 1.5 zur Erhaltung und Verbesserung des landschaftsökologischen und -ästhetischen Wertes der einbezogenen Freiflächen; entsprechend dem Schutzzweck unter 2.3.1 auch Ergänzung von strenger geschützten Teilen dieses Naturraums durch den Schutz ihrer Umgebung vor Eingriffen, die den herausragenden Wert dieser Naturschutzgebiete und Schutzobjekte mindern könnten (Pufferzonenfunktion).
Das aus Richtung Radlinghausen kommende, aufgrund des Massenkalks trockene Immental erhält östlich von Nehden einen oberflächigen Wasserzulauf, der auf dem Autreten einer „Linse“ aus Ton- und Sandsteinen beruht. Der Quellbach durchfließt hier auf kurzer Strecke die eiszeitliche Mulde des Immentals, bevor er wieder im Massenkalk versickert.
Die eigentliche Quellmulde liegt im Weideland zwischen zwei kleinen Waldbeständen am Pühl. Dieses rel. feuchte Grünland geht im Süden und – großflächiger – im Osten in in mage-re Grünlandgesellschaften über, die bereits wieder auf dem devonischen Kalk ausgebildet sind. Dabei wird der Ostrand des Gebietes durch eine ausgeprägte Steilböschung gebildet, die einen artenreichen Halbtrockenrasen und eine gut gewachsene Solitärbuche aufweist. Der Quellbach durchquert dann zunächst das nördliche Wäldchen, wo er sofort zu Beginn durch Aufstau zu einem Fischteich beansprucht und danach von standortfremden Fichten gesäumt wird (s. Entwicklungsmaßnahme 5.09). Mit dem Eintritt ins offene Immental – in diesem LSG – wurde er aus dem Taltiefsten an die Parzellenränder gedrängt und am Ende verrohrt, um schließlich in einem verkippten Schwalgloch zu versickern. Wenngleich dieser Bereich erheblich optimierungsfähig ist (s. Entwicklungsmaßnahme unter 5.14), hat sich doch auch in diesem Gebietsteil – den geologischen Verhältnissen entsprechend – ein Mo-saik aus Grünlandlebensräumen unterschiedlicher Feuchtegrade ausgebildet. Es reicht vor allem mit rel. mageren Standorten bis in zwei von Süden einmündende, trockene Senkenla-gen hinein, die hier als Grünlandgesellschaften mit besonderem ökologischen Standortpo-tenzial einbezogen wurden. Vor allem wegebegleitend stocken etliche landschaftsprägende Hecken im Gebiet.

Links auf externe Dokumente

http://legaldocs.naturschutzinformationen.nrw.de/legaldocs/LP Briloner Hochflaeche_Text.pdf

Verwaltungstechnische Angaben

Schutzstatus:
LSG, bestehend

Verfahrensstand:
LP rechtskraeftig

Gültigkeit:
Inkraft seit: 2008, Inkraft: 2008, außerkraft: 9999

Amtsblatt / LP:
LP Briloner Hochfläche (2008-05-20)

Digitalisiermaßstab:
Maßstab 1:5.000

Allgemeine Bemerkungen:
Digitale Abgrenzung im Juni 2014 vom HSK übernommen.


LAGE


Regierungsbezirk: Arnsberg
Kreis: Hochsauerlandkreis Gemeinde(n): Brilon


öffentlicher Report generiert:20250205      domainobjectid: 5071654     Edate: 20241202