Landschaftsschutzgebiete (LSG)


LINFOS-Kennung: LSG-HSK-00102
Gebietsname: LSG-Feuchtgruenland um Rixen

Digitalisierte Fläche: 32.4266 ha     offizielle Fläche: 32.4500 ha    Digitalisierungsmaßstab: Maßstab 1:5.000

Schutzziel:
Erhaltung, Ergänzung und Optimierung eines Grünlandbiotop-Verbundsystems in den Tal-auen und den Magergrünland-Gesellschaften, das durch etliche in diesem Plan festgesetzte NSG vorgezeichnet ist, Tieren und Pflanzen Wanderungs- und Ausbreitungsmöglichkeiten schafft und damit der Erhaltung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts dient; Sicherung der gliedernden und belebenden Wirkung offener Grünland-Lebensräume im Landschaftsbild des nördlichen, waldreicheren Plangebiets-Teiles; Erhaltung der Nutzungsfähigkeit der Na-turgüter durch den Schutz fruchtbarer Talböden vor Erosion; Schutz von Feucht- und Mager-grünlandstandorten, die zumindest eine potenzielle Bedeutung für den Biotop- und Arten-schutz haben, aber aktuell nicht als NSG festzusetzen waren; Umsetzung der Entwicklungs-ziele 1.1, 1.4 und tlw. 1.5 zur Erhaltung und Verbesserung des landschaftsökologischen und -ästhetischen Wertes der einbezogenen Freiflächen; entsprechend dem Schutzzweck unter 2.3.1 auch Ergänzung von strenger geschützten Teilen dieses Naturraums durch den Schutz ihrer Umgebung vor Eingriffen, die den herausragenden Wert dieser Naturschutzgebiete und Schutzobjekte mindern könnten (Pufferzonenfunktion).
Am westlichen Ortsrand von Rixen erstreckt sich ein rel. flächengroßes, kompaktes Grün-landgebiet, das in größeren Teilen ähnliche Merkmale aufweist wie die großen Grünland-NSG des Almer Quellgrundes um Scharfenberg (s. 2.1.57 bis –59). Mit dem „Langenbruch“ sind am Südrand dieses Gebietes ausgesprochene Feuchtweiden und eine blütenreiche Feuchtbrache erfasst, die durch eine abgetriebene Fichtenaufforstung unterbrochen wird. Mehrere Entwässerungsgräben durchziehen den Komplex von hier aus mit geringem Gefälle nach Norden, wo sie in einer kleinräumig stärker reliefierten Hanglage in die „Bieke“ münden. Dieses bewegte Relief resultiert aus einigen kleinen Härtlingsköpfen, in deren unmittelbarer Umgebung sich in begrenztem Umfang Magerweiden mit gesellschaftstypischem Arteninven-tar ausgebildet haben.
Die Bieke selbst hat ihr Quellgebiet südlich des Woltenberges. Hier laufen mehrere naturna-he Quellbäche zusammen, die weitgehend von erlendominierten Gehölzsäumen und feuch-ten Grünlandgewannen begleitet werden. Am Westrand stört eine alte Weihnachtsbaumkul-tur dieses Biotopmosaik (s. auch Entwicklungsmaßnahme unter 5.04). Die Bieke durchfließt dann, von strukturreichem Grünland begleitet, die Rixener Ortslage und mündet später in die Glenne. Damit gehört das hier erfasste LSG mit zu deren Talsystem, das mit seinen vielen Verästelungen und Sonderstandorten beispielhaft als NSG festgesetzt wurde (s. 2.1.01). Mit seinen bachbegleitenden Gehölzen, den in der Ortslage kleinstrukturierten Grünlandflächen und seinem dem westlichen Ortsrand vorgelagerten kompakten (Feucht-) Grünlandgewann kommt dem Schutzgebiet auch eine erhebliche Bedeutung für das Orts- und Landschaftsbild zu; beide sind hier aufgrund der lockeren Bebauung kaum zu trennen.

Links auf externe Dokumente

http://legaldocs.naturschutzinformationen.nrw.de/legaldocs/LP Briloner Hochflaeche_Text.pdf

Verwaltungstechnische Angaben

Schutzstatus:
LSG, bestehend

Verfahrensstand:
LP rechtskraeftig

Gültigkeit:
Inkraft seit: 2008, Inkraft: 2008, außerkraft: 9999

Amtsblatt / LP:
LP Briloner Hochfläche (2008-05-20)

Digitalisiermaßstab:
Maßstab 1:5.000

Allgemeine Bemerkungen:
Digitale Abgrenzung im Juni 2014 vom HSK übernommen.


LAGE


Regierungsbezirk: Arnsberg
Kreis: Hochsauerlandkreis Gemeinde(n): Brilon


öffentlicher Report generiert:20250205      domainobjectid: 5071625     Edate: 20241202