Landschaftsschutzgebiete (LSG)


LINFOS-Kennung: LSG-HSK-00089
Gebietsname: LSG-Gruenlandguertel am Suedfeld

Digitalisierte Fläche: 54.7617 ha     offizielle Fläche: 54.8100 ha    Digitalisierungsmaßstab: Maßstab 1:5.000

Schutzziel:
Erhaltung, Ergänzung und Optimierung eines Grünlandbiotop-Verbundsystems in den Tal-auen und den Magergrünland-Gesellschaften, das durch etliche in diesem Plan festgesetzte NSG vorgezeichnet ist, Tieren und Pflanzen Wanderungs- und Ausbreitungsmöglichkeiten schafft und damit der Erhaltung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts dient; Sicherung der gliedernden und belebenden Wirkung offener Grünland-Lebensräume im Landschaftsbild des nördlichen, waldreicheren Plangebiets-Teiles; Erhaltung der Nutzungsfähigkeit der Na-turgüter durch den Schutz fruchtbarer Talböden vor Erosion; Schutz von Feucht- und Mager-grünlandstandorten, die zumindest eine potenzielle Bedeutung für den Biotop- und Arten-schutz haben, aber aktuell nicht als NSG festzusetzen waren; Umsetzung der Entwicklungs-ziele 1.1, 1.4 und tlw. 1.5 zur Erhaltung und Verbesserung des landschaftsökologischen und -ästhetischen Wertes der einbezogenen Freiflächen; entsprechend dem Schutzzweck unter 2.3.1 auch Ergänzung von strenger geschützten Teilen dieses Naturraums durch den Schutz ihrer Umgebung vor Eingriffen, die den herausragenden Wert dieser Naturschutzgebiete und Schutzobjekte mindern könnten (Pufferzonenfunktion).
Der Südostrand des Südfelds zwischen Altenbüren und Brilon (s. LSG 2.3.2.07) wird durch ein Mosaik unterschiedlicher Grünland-Lebensräume gebildet, die zwischen den südlich an-grenzenden Wald- und den nördlich gelegenen, meist intensiver genutzten Landwirtschafts-gewannen im o. g. LSG vermitteln. Ihr Kernbereich wird durch nord- bis nordwestexponierte, abgeböschte Magergrünlandgesellschaften an der Flanke des Kleinen Eisenberges gebildet. Hier treten stellenweise kleine Kalkklippen zutage, kleinflächig sind Kalkmagerrasenfragmen-te ausgebildet. Die Böschungen sind mit reichlichem Gehölzbewuchs ausgestattet; vereinzelt finden sich Bergbaurelikte (Pingen). Ähnliche Standortbedingungen herrschen wenig weiter östlich; die Exposition der abgeböschten Grünlandschläge verschwenkt hier nach Osten. Von Süden her wird dieses Grünlandgebiet durch Aufforstungen und Schmuckreisigkulturen bedrängt; tlw. wurden dadurch auch bereits wertvolle Magerrasenstandorte zerstört (s. auch Entwicklungsmaßnahme unter 5.18).
Den Ostrand des Gebietes bildet eine aus dem Frehnershohl (s. NSG 2.1.17) kommende Talmulde, in der das Fließgewässer allerdings langsam im Massenkalk versickert und die Standortbedingungen daher nicht prägt. Auch westlich der Magerrasen am Kleinen Eisen-berg mündet eine Talmulde in das Kalkplateau; die oft von dichten Hecken begleitete Will-mecke mündet hier in einen künstlich angelegten Teich, der wie ein Schwalgloch wirkt. Nörd-lich davon wurden einige Grünlandbereiche als Pufferzone und Verbundelemente zur Kalk-kuppe auf dem Warenberg (s. NSG 2.1.23) in die Abgrenzung einbezogen.

Links auf externe Dokumente

http://legaldocs.naturschutzinformationen.nrw.de/legaldocs/LP Briloner Hochflaeche_Text.pdf

Verwaltungstechnische Angaben

Schutzstatus:
LSG, bestehend

Verfahrensstand:
LP rechtskraeftig

Gültigkeit:
Inkraft seit: 2008, Inkraft: 2008, außerkraft: 9999

Amtsblatt / LP:
LP Briloner Hochfläche (2008-05-20)

Digitalisiermaßstab:
Maßstab 1:5.000

Allgemeine Bemerkungen:
Digitale Abgrenzung im Juni 2014 vom HSK übernommen.


LAGE


Regierungsbezirk: Arnsberg
Kreis: Hochsauerlandkreis Gemeinde(n): Brilon


öffentlicher Report generiert:20250205      domainobjectid: 5071612     Edate: 20241202