Landschaftsschutzgebiete (LSG)


LINFOS-Kennung: LSG-HSK-00078
Gebietsname: LSG-Talsystem der Valme

Digitalisierte Fläche: 49.6981 ha     offizielle Fläche: 49.7200 ha    Digitalisierungsmaßstab: Maßstab 1:5.000

Schutzziel:
Entwicklung, Erhaltung und Ergänzung eines Grünlandbiotop-Verbundsystems in den Talau-en, das Tieren und Pflanzen Wanderungs- und Ausbreitungsmöglichkeiten schafft und damit der Erhaltung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts dient; Sicherung der gliedernden und belebenden Wirkung offener Grünland-Lebensräume im Landschaftsbild des waldrei-chen Plangebietes; Erhaltung der Nutzungsfähigkeit der Naturgüter durch den Schutz frucht-barer Talböden vor Erosion; Schutz von Feucht- und Magergrünlandstandorten, die zumin-dest eine potenzielle Bedeutung für den Biotop- und Artenschutz haben; Umsetzung der Entwicklungsziele 1.1, 1.4 und tlw. 1.5 zur Erhaltung und Verbesserung des landschaftsöko-logischen und -ästhetischen Wertes der einbezogenen Freiflächen; entsprechend dem Schutzzweck unter 2.3.1 auch Ergänzung von strenger geschützten Teilen dieses Natur-raums durch den Schutz ihrer Umgebung vor Eingriffen, die den herausragenden Wert die-ser Naturschutzgebiete und Schutzobjekte mindern könnten (Pufferzonenfunktion).
m Rahmen einer Einzelfallprüfung bleibt eine Ausnahme /Befreiung nach § 69 LG für den Anbau nachwachsen-der Rohstoffe grundsätzlich möglich.
Neben der Ruhr bildet die Valme das bedeutendste Gliederungs- und Verbundelement im Plangebiet. Obgleich auch dieser Talzug in größeren Abschnitten durch Siedlungen in seinen landschaftlichen Funktionen beeinträchtigt ist, enthält er doch noch einige naturnahe Stre-cken, in denen die mittelgebirgstypische Grünlandnutzung der Talaue die Flusslandschaft prägt. Das gilt insbesondere für den Mittellauf oberhalb von Werdern, dessen Charakter als schmales offenes Sohltal sich südlich der Plangebietsgrenze fortsetzt und dort über den Landschaftsplan „Schmallenberg Südost“ noch aufgewertet werden soll (Wiederherstellung der Durchlässigkeit bis in die offene Bödefelder Senke). Ähnlich ist die Situation im benach-barten Brabecketal, das bei Werdern in die Valme mündet und nach beiden LP-Inhalten e-benfalls – soweit noch vorhanden – als Grünlandtal erhalten werden soll. Weiterhin fallen hier im „Hochsauerländer Schluchtgebirge“ kleine rechte Valme-Nebentälchen bei Unterval-me und Pochwerk in den Geltungsbereich des LSG.
Zwischen Ramsbeck und Heringhausen ist der landschaftlich auffälligste Teil des Talzuges – der Durchbruch durch den Härtlingszug am Fallenstein, s. NSG 2.1.31 – technisch über-formt, so dass hier nur ein Auenrest zwischen zwei Gewerbeflächen berücksichtigt werden konnte. Unterhalb von Heringhausen fließt die Bilmecke der Valme zu, die im unteren Ta-labschnitt ebenfalls noch erhaltenswerte bzw. wiederherstellungswürdige Grünlandflächen aufweist (s. auch Entwicklungsmaßnahme 5.2.7). Kurz darauf verengt sich das Haupttal mit dem Durchbruch durch den ruhrtalbegleitenden Diabas- und Korallenkalkzug, so dass bis zum Ortsrand Bestwig nur noch schmale Sohltalabschnitte in Grünlandnutzung verbleiben.

Links auf externe Dokumente

http://legaldocs.naturschutzinformationen.nrw.de/legaldocs/LP Bestwig_Text.pdf

Verwaltungstechnische Angaben

Schutzstatus:
LSG, bestehend

Verfahrensstand:
LP rechtskraeftig

Gültigkeit:
Inkraft seit: 2008, Inkraft: 2008, außerkraft: 9999

Amtsblatt / LP:
LP Bestwig (2008-05-20)

Digitalisiermaßstab:
Maßstab 1:5.000

Allgemeine Bemerkungen:
Digitale Abgrenzung im März vom HSK übernommen.


LAGE


Regierungsbezirk: Arnsberg
Kreis: Hochsauerlandkreis Gemeinde(n): Bestwig


öffentlicher Report generiert:20250205      domainobjectid: 5071601     Edate: 20241202