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LINFOS-Kennung: SU-089 Schutzziel: Die Unterschutzstellung erfolgt gemaess Paragraph 20 Satz 1 Buchstabe a sowie Satz 2 LG zur Erhaltung, Herstellung und Wiederherstellung aa) einer durchgehenden, weitgehend naturnahen Gewaesserlandschaft als wichtige Achse eines Biotopverbundes von landesweiter und europaeischer Bedeutung, welche umgeben ist von einer historisch gewachsenen Kulturlandschaft in den Auen, ab) von Lebensgemeinschaften und Lebensstaetten bestimmter, zum Teil stark gefaehrdeter bzw.vom Aussterben bedrohter, wild lebender Pflanzen- und Tierarten, ac) der Broel und Waldbroelbaches - als naturnahe Mittelgebirgs- und Tieflandgewaesser einschliesslich der Muendungsbereiche von mehreren zustroemenden Baechen mit einer guten Wasserqualitaet, einer naturnahen Fliessgewaesserdynamik einschliesslich hierfuer charakteristischer Gewaesserstrukturen, wie naturnahe Steil- und Flachufer, Uferabbrueche, Auskolkungen, offene Sand- und Kies- ablagerungen, Ausbuchtungen, Alt- und Seitenarme, Rauschen, sowie mit strukturreichen Gewaessersohlen und vielfaeltigen Stroemungsmustern mit einen entsprechenden arten- reichen heimischen, sich selbst reproduzierenden Fischbestand einschliesslich anspruchsvoller Fischarten, wie Lachs, Groppe, Bach- und Neunauge, - als Ganz- oder Teillebensraum (z.B.Nahrungshabitat, Winterrastgebiet) fuer charakteristische Tierarten dieser Fliessgewaesser, wie Flussregenpfeifer, Flussuferlaeufer, Eisvogel, Gebirgs- stelze, Wasseramsel, Gaensesaeger, Uferschwalbe, Teichhuhn, Knaekente, Prachtlibelle, und Gemeine Keiljungfer, sowie - als Wuchsort von charakteristischen Fliessgewaesserroehrichten, Laichkraut- und Schwimmblatt- gesellschaften sowie von Uferhochstaudenfluren und natuerlicher Pioniervegetation mit typischen Pflanzenarten der Fliessgewaesser und Uferbereiche, ad) von Ufergehoelzen, Weich-, Hart- und Bachauenwaeldern aufgrund natuerlicher Ueberschwemmungsgebiete der Broel und des Waldbroelbaches und deren Fragmente, von Feucht-, Sumpf- und Bruchwaeldern, von naturnahen Hangwaeldern und sonstigen standort- heimischen Laubwaeldern - einschliesslich deren strukturreicher Waldmaentel - mit ihren charakteristischen Pflanzen- und Tierarteninventar, wie Pirol, Blaukehlchen (ehemaliger Brutvogel) Schwarzmilan, Graureiher, Nachtigall, Wasserfledermaus, Grosser Abendsegler, Kleiner Eis- vogel, Grosser Eichenbock, Beutelmeise, Mittelspecht, Kleinspecht, Schwarzspecht, und Grauspecht, ae) von landschaftstypischen Gehoelzstrukturen in der Aue, wie Feldgehoelzen, Gebueschen Hecken, Einzelbaeumen, und Baumgruppen sowie von Obstwiesen und Kopfbaeumen einschliesslich deren charakteristischen Tierarten, af) natuerlicher Felsbildungen einschliesslich derer charakterischer Felsvegetation und Fauna, b) in Ausfuehrung des Paragraphen 48c LG in Verbindung mit der FFH-Richtlinie und der Richtlinie 79/409/EWG des Rates vom 2.April 1979 ueber die Erhaltung der wild lebenden Vogelarten (Vogelschutz-Richtlinie, Abl.EG Nr.L 103, S.1 in der jeweils gueltigen Fassung) gemaess Paragraph 20 Satz 1 Buchstabe a) sowie gemaess Paragraph 20 Satz 2 LG wegen der besonderen Bedeutung des Gebietes ba) zur Erhaltung und Wiederherstellung folgender Lebensraeume gemaess Anhang I der FFH-Richtlinie: - Erlen-, Eschen- und Weichholz-Auenwaelder (91E0), - Fliessgewaesser mit Unterwasservegetation (3260), - Hainsimsen-Buchenwald (9130), - Stieleichen-Hainbuchenwald (9160), bb) zur Erhaltung und Foerderung folgender wild lebender Tierarten gemaess Anhang II der FFH-Richtlinie und deren Lebensraeume: - Bachneunauge (1096), - Flussneunauge (1099), - Lachs (1106), - Groppe (1163), c) gemaess Paragraph 20 Satz 1 Buchstabe b) LG aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, landeskundlichen und erdgeschichtlichen Gruenden, insbesondere ca) zur wissenschaftlichen Begleitung des Wanderfischprogramms im Rhein und seinen Zufluessen, cb) zur Erhaltung und Wiederherstellung von auentypischen Biotop- und Gelaendestrukturen der ehemaligen Naturlandschaft, d) gemaess Paragraph 20 Satz 1 Buchstabe c) LG wegen der Seltenheit, besonderen Eigenart und hervorragenden Schoenheit, da) der stark maeandrierenden Flusslaeufe der Broel und des Waldbroelbaches mit jeweils einer vergleichsweise schmalen Aue, steilen Talhaengen mit naturnahen Hang- und Laubwaeldern, db) der Vorkommen von charakteristischen Biotopausbildungen, wie Ufergehoelzen, Altarmen, Kleingewaessern, Nasswiesen, Hochstaudenfluren und Brachen, die eine grosse Struktur- vielfalt und einen besonders hohen Verzahnungsgrad mit anderen auentypischen Biotoptypen aufweisen, sowie der Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten, dc) einer im Sueden der Broel offeneren, historisch gewachsenen Kulturlandschaft in der Aue, die durch einzelne Auwaldfragmente sowie durch Feldgehoelze, Baumreihen, Baumgruppen, Einzel- und Kopfbaeume strukturiert ist, die ueberwiegend den Verlauf der Gewaesser in der Landschaft nachzeichnen sowie staerkere Gelaendebewegungen markieren. Links auf externe Dokumentehttp://legaldocs.naturschutzinformationen.nrw.de/legaldocs/VO_DT_2005_SU-089.PDFVerwaltungstechnische AngabenSchutzstatus:NSG, bestehend Verfahrensstand: VO rechtskraeftig Gültigkeit: Inkraft seit: 2005, Inkraft: 2005, außerkraft: 2025 Amtsblatt / LP: Amtsblatt (2005-06-20) Digitalisiermaßstab: Maßstab 1:5.000 Allgemeine Bemerkungen: (keine Angabe) LAGERegierungsbezirk: Köln Kreis: Rhein-Sieg-Kreis Gemeinde(n): Hennef, Much, Ruppichteroth, Neunkirchen-Seelscheid öffentlicher Report generiert:20250117 domainobjectid: 3358469 Edate: 20150923 |