Naturschutzgebiete (NSG)


LINFOS-Kennung: SU-016
Gebietsname: NSG Trerichsweiher / Untere Aggeraue

Digitalisierte Fläche: 34.1822 ha     offizielle Fläche: 43.7000 ha    Digitalisierungsmaßstab: Maßstab 1:5.000

Schutzziel:
Die Unterschutzstellung erfolgt gemaess Paragraph 20 Satz 1 Buchstabe a) LG NW

- Zur Erhaltung folgender wildlebender Tierarten von gemeinschaftlichem Interesse gemaess
Anhang II der Richtlinie 92/43/EWG:

- Bachneunauge (1096),
- Flussneunauge (1099),

sowie zur Erhaltung und Wiederherstellung ihrer Lebensraeume,

- Zur Erhaltung folgender wildlebender Vogelarten gemaess Anhang I der Vogelschutzrichtlinie
79/409/EWG:

- Eisvogel,
- Ziegenmelker,
- Kornweihe,
- Schwarzspecht,
- Wanderfalke,
- Kranich,
- Neuntoeter,
- Heidelerche,
- Rotmilan,
- Wespenbussard
- Mittelspecht,
- Grauspecht,

sowie zur Erhaltung und Wiederherstellung ihrer Lebensraeume,

- Zur Erhaltung folgender Zugvoegel gemaess Artikel 4 Abs. 2 der Vogelschutzrichtlinie
79/409/EWG:

- Wiesenpieper,
- Flussregenpfeifer,
- Bekassine,
- Wendehals,
- Raubwuerger,
- Nachtigall,
- Pirol,
- Zwergtaucher,
- Wasserralle,
- Schwarzkehlchen,

sowie zur Erhaltung und Wiederherstellung ihrer Lebensraeume gemaess Paragraph 20 Satz 1 Buchstabe a
und Satz 2 LG,

- Zur Erhaltung und Wiederherstellung folgender natuerlicher Lebensraeume von gemeinschaftlichem
Interesse gemaess Anhang I der Richtlinie 92/43/EWG:

- Erlen-, Eschen- und Weichholz-Auenwaelder (prioritaerer Lebensraum 91E0),
- Sternmieren-Eichenhainbuchenwald (9160),
- Hartholz-Auenwaelder (91F0),

- Zur Erhaltung und Wiederherstellung eines Abschnittes der durchgehenden, weitgehend natur-
nahen Flusslandschaft der Agger als Hauptachse eines Biotopverbundes von landesweiter
Bedeutung mit spezieller Funktion als Bindeglied zwischen der Siegaue und der Wahner Heide,
- Zur Erhaltung, Entwicklung und Foerderung von Lebensgemeinschaften oder Lebensstaetten
bestimmter, zum Teil stark gefaehrdeter bzw. vom Aussterben bedrohter, wildlebender Pflanzen-
und Tierarten,
- Zur Erhaltung und fuer die Entwicklung der Agger als naturnahem Tieflandsfluss

- mit einer guten Wasserqualitaet, einer naturnahen Fliessgewaesserdynamik einschliesslich
hierfuer charakteristischer Gewaesserstrukturen wie naturnahen Steil- und Flachufern, Ufer-
abbruechen, Totholz im Gewaesser, Auskolkungen,
- offenen Sand- und Kiesablagerungen, Ausbuchtungen und Seitenarmen, Rauschen
sowie einer strukturreichen, feinsedimentarmen Gewaessersohle und vielfaeltigen Stroemungs-
mustern,
- als Teil eines zusammenhaengenden, durchwanderbaren Gewaessersystems fuer die Fliessge-
waesserfauna, insbesondere fuer einen der Groesse und Beschaffenheit der Gewaesser angepassten
heimischen, sich selbst reproduzierenden Fischbestand einschliesslich hinsichtlich der Lebens-
raumqualitaet anspruchsvoller Fischarten und Rundmaeuler wie Lachs, Meerforelle,
Nase, Schneider und Elritze sowie Neunaugen,
- als Ganz- oder Teillebensraum (z.B. Nahrungshabitat, Winterrastgebiet) fuer charakteristische
Tierarten dieser Fliessgewaesser und ihrer Auen wie Flussregenpfeifer, Flussuferlaeufer, Eisvogel,
Gebirgsstelze, Wasseramsel, Gaensesaeger, Uferschwalben, Teichhuhn, Knaekente, Prachtlibellen
und Gemeiner Keiljungfer,
- sowie als Wuchsort charakteristischer Fliessgewaesserroehrichte, Laichkraut und Schwimmblattge-
sellschaften sowie von Uferhochstaudenfluren und natuerlicher Pioniervegetation mit typischen
Pflanzenarten der Fliessgewaesser und ihrer Uferbereiche,

- Zur Erhaltung und Wiederherstellung des Trerichsweihers, eines Altarmes der Agger sowie
von Klein- und temporaeren Stillgewaessern in der Aue mit naturnahen Uferstrukturen und
charakteristischen Vegetationstypen wie Schwimmblattvegetation und ausgedehnten Roehrichten,
einschliesslich charakteristischer Pflanzen- und Tierarten wie Teichrose, Sumpfrohrsaenger,
Teichrohrsaenger, Rohrammer, Zwergtaucher, Kleines Granatauge, Teichfrosch, Wasserralle,
Hecht und Bitterling sowie als bedeutsame Winterlager und Rückzugshabitate fuer Fische,
- Zur Erhaltung und Wiederherstellung von Ufergehoelzen, Weich- und Hartholz-, sowie von Bach-
auenwaeldern und deren Fragmenten, von Feucht-, Sumpf- und Bruchwaeldern und sonstigen
naturnahen Laubwaeldern einschliesslich der wertvollen Altholzbestaende sowie der strukturreichen
Waldmaentel mit ihrem charakteristischen Pflanzen- und Tierarteninventar wie Feld und Flatterulme,
Kleinspecht, Gruenspecht, Waldkauz, Hohltaube, Pirol, Blaukehlchen, Schwarzmilan, Graureiher,
Nachtigall, Beutelmeise, Wasserfledermaus, Grosser Abendsegler, Kleiner Eisvogel und Grosser
Eichenbock,
- Zur Erhaltung und Wiederherstellung natuerlicher Ueberschwemmungsgebiete der Agger mit
auentypischen Gelaende- und Lebensraumstrukturen (Flutrinnen und Flutmulden, Totholz,
Sedimentablagerungen), mit einer auenvertraeglichen Nutzung in Teilbereichen,
- Zur Erhaltung und Wiederherstellung von artenreichen bzw. gut ausgepraegten Gruenland-
gesellschaften der Frischwiesen und -weiden (einschliesslich der trockenen und feuchten
Auspraegungen), der Feucht- und Nasswiesen und -weiden sowie der Flutrasen und Ried-
wiesen in zusammenhaengenden Gruenlandkomplexen einschliesslich von Brachen u.a. als
(Teil-)Lebensraum (z.B. Nahrungshabitat, Winterrastgebiet) fuer gefaehrdete Pflanzen- und
Tierarten wie z.B. Kiebitz, Wiesenpieper, Braunkehlchen, Schwarzkehlchen, Feldschwirl,
Schafstelze, Wachtelkoenig, Feldhase, Schwarzblauer Blaeuling, Grosse Goldschrecke,
Sumpfschrecke sowie Kurz- und Langfluegelige Schwertschrecke,
- Zur Erhaltung und Wiederherstellung stoerungsarmer, naturnaher Lebensraeume in der
Flussaue fuer stoerungsempfindliche Tierarten,

gemaess Paragraph 20 Satz 1 Buchstabe b LG aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen und
landeskundlichen Gruenden, insbesondere

- Zur wissenschaftlichen Begleitung des Wanderfischprogramms im Rheinsystem,
- Zur Erhaltung von auentypischen Biotop- und Gelaendestrukturen der ehemaligen
Naturlandschaft,
- Zur Erhaltung schutzwuerdiger Boeden mit extremen Wasser- und Naehrstoffangeboten
sowie von Boeden mit hoher natuerlicher Ertragsfaehigkeit,

gemaess Paragraph 20 Satz 1 Buchstabe c LG wegen der Seltenheit, besonderen Eigenart und
hervorragenden Schoenheit

- der vielfaeltigen, naturnahen Landschaft im Bereich des Trerichsweihers mit Auenwaeldern,
Brachen und Stillgewaessern sowie des naturnahen Flusslaufes der Agger in seiner
charakteristischen Ausbildungsform als Tieflandsfluss mit einer flachwelligen, weiten Aue,
- der Vorkommen von charakteristischen Biotopausbildungen wie Ufergehoelze, Kleinge-
waesser, Hochstaudenfluren und Brachen, die eine auffallend grosse Strukturvielfalt
aufweisen sowie
- der grossen Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten.

Links auf externe Dokumente

http://legaldocs.naturschutzinformationen.nrw.de/legaldocs/LP Siegburg-Troisdorf-St.Augustin_Text.pdf
http://legaldocs.naturschutzinformationen.nrw.de/legaldocs/LP Siegburg-Troisdorf-St.Augustin_Karte.pdf

Verwaltungstechnische Angaben

Schutzstatus:
NSG, bestehend

Verfahrensstand:
LP rechtskraeftig

Gültigkeit:
Inkraft seit: 1988, Inkraft: 2005, außerkraft: 9999

Amtsblatt / LP:
LP Troisdorf, St. Augustin, Siegburg, Lohmar alt (1988-06-07)
LP Troisdorf, St. Augustin, Siegburg, Lohmar alt (1990-10-19)
LP Troisdorf, St. Augustin, Siegburg, Lohmar (Neuabgrenzung) (2005-07-05)

Digitalisiermaßstab:
Maßstab 1:5.000

Allgemeine Bemerkungen:
Dig. Abgrenzung vom Kreis uebernommen. (August 2014). Mit in Kraft treten des LP-s NR.15 "Wahner Heide"-SU am 23.06.2007 ist das NSG kleiner geworden.


LAGE


Regierungsbezirk: Köln
Kreis: Rhein-Sieg-Kreis Gemeinde(n): Troisdorf, Siegburg


öffentlicher Report generiert:20250117      domainobjectid: 3358454     Edate: 20150923