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LINFOS-Kennung: SU-009 Schutzziel: Die Unterschutzstellung erfolgt gemaess 20 Satz 1 Buchstabe a) LG NW - Zur Erhaltung folgender wildlebender Tierarten von gemeinschaftlichem Interesse gemaess Anhang II der Richtlinie 92/43/EWG: - Meerneunauge (1095), - Bachneunauge (1096), - Flussneunauge (1099), - Lachs (1106), - Steinbeisser (1149), - Groppe (1163), - Bitterling (1134), sowie zur Erhaltung und Wiederherstellung ihrer Lebensraeume; - Zur Erhaltung folgender wildlebender Vogelarten von gemeinschaftlichem Interesse gemaess Anhang I der Richtlinie 79/409/EWG (Vogelschutzrichtlinie): - Zwergsaeger, - Eisvogel, - Schwarzmilan, sowie zur Erhaltung und Wiederherstellung ihrer Lebensraeume. - Zur Erhaltung folgender regelmaessig vorkommender Zugvogelarten von gemeinschaftlichem Interesse, die nicht im Anhang I der Richtlinie 79/409/EWG (Vogelschutzrichtlinie) aufgefuehrt sind: - Krickente - Flussregenpfeifer - Knaekente - Uferschwalbe - Loeffelente - Teichrohrsaenger - Zwergtaucher - Nachtigall - Gaensesaeger - Pirol sowie zur Erhaltung und Wiederherstellung ihrer Lebensraeume, gemaess Paragraph 20 Satz 1 Buchstabe a, Satz 2 LG - Zur Erhaltung und Wiederherstellung folgender natuerlicher Lebensraeume von gemeinschaftlichem Interesse gemaess Anhang I der Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natuerlichen Lebensraeume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen (Richtlinie 92/43/EWG): - Natuerliche eutrophe Seen und Altarme (3150), - Fliessgewaesser mit Unterwasservegetation (3260), - Erlen-, Eschen- und Weichholz-Auenwaelder (prioritaerer Lebensraum 91E0), - Zur Erhaltung und Wiederherstellung einer durchgehenden, weitgehend naturnahen Flussland- schaft als Hauptachse des Biotopverbundes von landesweiter Bedeutung und als ueberregional bedeutsames Rastgebiet fuer wandernde Vogelarten, umgeben von einer historisch gewachsenen Kulturlandschaft in der Aue, - Zur Erhaltung, Entwicklung und Förderung von Lebensgemeinschaften oder Lebensstaetten bestimmter, zum Teil stark gefaehrdeter bzw. vom Aussterben bedrohter, wildlebender Pflanzen- und Tierarten, - Zur Erhaltung und fuer die Entwicklung der Sieg als naturnahen Tieflandfluss - mit einer guten Wasserqualitaet, einer naturnahen Fliessgewaesserdynamik einschliesslich hierfuer charakteristischer Gewaesserstrukturen wie naturnahen Steil- und Flachufern, Ufer- abbruechen, Totholz im Gewaesser, Auskolkungen, offenen Sand- und Kiesablagerungen, Ausbuchtungen und Seitenarmen, strukturreichen Altgewaessern mit Flachwasserbereichen mit organischen Auflagen, Rauschen sowie einer strukturreichen, feinsedimentarmen Gewaessersohle, vielfaeltigen Stroemungsmustern und einer natuerlichen Geschiebeführung, - als zusammenhaengendes, durchwanderbares Gewaessersystem fuer die Fliessgewaesser- fauna, insbesondere fuer einen der Groesse und Beschaffenheit der Gewaesser angepassten heimischen, sich selbst reproduzierenden Fischbestand einschliesslich - hinsichtlich der Lebens- raumqualitaet - anspruchsvollen Fischarten und Rundmaeuler wie Lachs, Meerforelle, Nase, Schneider und Elritze sowie Neunaugen, - als Ganz- oder Teillebensraum (z. B. Nahrungshabitat, Winterrastgebiet) fuer charakteristische Tierarten dieser Fliessgewaesser und ihrer Auen wie Flussregenpfeifer, Flussuferlaeufer, Eisvogel, Gebirgsstelze, Wasseramsel, Gaensesaeger, Zwergsaeger, Uferschwalben, Teichhuhn, Knaekente, Eselswolfsmilch-Glasfluegler, Prachtlibellen und Gemeine Keiljungfer, - als Wuchsort charakteristischer Fliessgewaesserroehrichte, Laichkraut- und Schwimmblatt- gesellschaften sowie von Uferhochstaudenfluren und natuerlicher Pioniervegetation mit typischen Pflanzenarten der Fliessgewaesser und ihrer Uferbereiche, - Zur Erhaltung und Wiederherstellung von Altarmen und Nebengerinnen der Sieg sowie von Klein- und temporaeren Stillgewaessern in der Aue mit naturnahen Uferstrukturen und deren charakteristischen Vegetationstypen wie Schwimmblattvegetation und Roehrichte, einschliesslich charakteristischer Pflanzen- und Tierarten wie z.B. Teichrohrsaenger,Zwerg- taucher, Kleines Granatauge, Teichfrosch, Wasserralle, Hecht und Bitterling sowie als bedeutsame Winterlager und Rueckzugshabitate fuer Fische, - Zur Erhaltung und Wiederherstellung von Ufergehoelzen, Weich- und Hartholzauenwaeldern und deren Fragmenten, von Feucht-, Sumpf- und Bruchwaeldern und sonstigen naturnahen standortheimischen Laubwaeldern in ihrer standoertlich typischen Variationsbreite mit unter- schiedlichen Entwicklungsstadien einschliesslich von Waldraendern, Vorwaeldern, Gebueschen und Staudenfluren, mit einem ausreichenden Anteil an Alt- und Totholz (insbesondere von Hoehlen- und Uraltbaeumen) sowie mit ihrem (ehemaligen) charakteristischen Pflanzen- und Tierarteninventar wie z.B. Pirol, Blaukehlchen (ehemaliger Brutvogel), Schwarzmilan, Grau- reiher, Nachtigall, Beutelmeise, Kleinspecht, Wasserfledermaus, Grosser Abendsegler, Kleiner Eisvogel, Schwarzes Ordensband und Grosser Eichenboc, - Zur Erhaltung und Wiederherstellung landschaftstypischer Gehoelzstrukturen in der Aue wie Feldgehoelze, Gebuesche, Hecken, Einzelbaeume und Baumgruppen einschliesslich deren charakteristischer Tierarten wie Dorngrasmuecke und Goldammer sowie von Obstwiesen und Kopfbaeumen auch als Lebensraum fuer Steinkauz und Gruenspecht, - Zur Erhaltung und Wiederherstellung von artenreichen oder gut ausgepraegten Gruenland- gesellschaften der Frischwiesen und -weiden (einschliesslich der trockenen und feuchten Auspraegungen), der Feucht- und Nasswiesen und -weiden sowie der Flutrasen und Ried- wiesen in zusammenhaengenden Gruenlandkomplexen einschliesslich von Brachen auch als (Teil-)Lebensraum (z.B. Nahrungshabitat, Winterrastgebiet) fuer gefaehrdete Pflanzen- und Tierarten wie z.B. Kiebitz, Wiesenpieper, Braunkehlchen, Schwarzkehlchen, Feldschwirl, Schafstelze, Wachtelkoenig (ehemaliger Brutvogel), Feldhase, Schwarzblauer Blaeuling, Eulenfalter (Celaena leucostigma), Grosse Goldschrecke, Sumpfschrecke sowie Kurz- und Langfluegelige Schwertschreck,; - Zur Erhaltung und Wiederherstellung stoerungsarmer, naturnaher Lebensraeume in der Flussaue fuer stoerungsempfindliche Arten wie Flussregenpfeifer und Flussuferlaeufer, - Zur Erhaltung und Wiederherstellung natuerlicher Ueberschwemmungsgebiete der Sieg und ihrer Nebengewaesser mit auentypischen Gelaende- und Lebensraumstrukturen (Flutrinnen und -mulden, Totholz, Sedimentablagerungen) und einer auenvertraeglichen Nutzung, gemaess Paragraph 20 Satz 1 Buchstabe b LG aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen und landeskundlichen Gruenden, insbesondere - Zur wissenschaftlichen Begleitung des Wanderfischprogramms im Rheinsystem; - Zur Erhaltung und staerkeren Hervorhebung von Gelaendestrukturen, welche die Gewaesserdynamik und insbesondere die Veraenderungen des Siegverlaufs im Gelaende nachzeichnen (Siegaltarme, ehemalige Siegschleifen u.ae.), - Zur Erhaltung auentypischer Biotop- und Gelaendestrukturen der ehemaligen Natur- landschaft; - Zur Erhaltung historischer Nutzungsformen in der Aue, wie z. B. die Kopfweidennutzung, - Zur Erhaltung historischer und charakteristischer Anlagen in der Flussaue wie der Gierfaehre in Troisdorf-Berghei, - Zur Erhaltung schutzwuerdiger Boeden mit extremen Wasser- und Naehrstoffangeboten sowie von Boeden mit hoher natuerlicher Ertragsfaehigkeit, gemaess Paragraph 20 Satz 1 Buchstabe c LG wegen der Seltenheit, besonderen Eigenart und hervorragenden Schoenheit - des stark maeandrierenden Flusslaufes der Sieg mit dem Wechsel von steilen Prallhaengen und flachen Uferbereichen, der charakteristischen Ausbildungsformen der Sieg als Tief- landsfluss mit einer flachwelligen, weiten Aue sowie den zahlreichen Nebengewaessern der Sieg mit ihren vielfaeltigen Muendungsbereichen, - der Vorkommen charakteristischer Biotopausbildungen wie Ufergehoelze, Altarme, Klein- gewaesser, Nasswiesen, Hochstaudenfluren und Brachen, die eine auffallend grosse Strukturvielfalt und einen besonders hohen Verzahnungsgrad mit anderen auentypischen Biotoptypen aufweisen sowie der grossen Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten sowie - einer weitgehend offenen, historisch gewachsenen, parkartigen Kulturlandschaft in der Aue, die durch eine Gruenlandnutzung gepraegt wird; diese offene Auenlandschaft weist einen parkartigen Charakter auf, da sie mit einzelnen Auenwaldfragmenten sowie mit Feldgehoelzen, hohen Baumreihen, Baumgruppen, Einzel- und Kopfbaeumen strukturiert ist; diese zeichnen ueberwiegend den Verlauf der Gewaesser in der Landschaft nach oder markieren staerkere Gelaendebewegungen; im Randbereich der Aue oder an den Sie- dlungsraendern bilden vereinzelt Obstwiesen und -weiden einen landschaftstypischen Uebergang. Links auf externe Dokumentehttp://legaldocs.naturschutzinformationen.nrw.de/legaldocs/LP Siegmuendung_SU_Karte A.pdfhttp://legaldocs.naturschutzinformationen.nrw.de/legaldocs/LP Siegmuendung_SU_Text.pdf Verwaltungstechnische AngabenSchutzstatus:NSG, bestehend Verfahrensstand: LP rechtskraeftig Gültigkeit: Inkraft seit: 1983, Inkraft: 2005, außerkraft: 9999 Amtsblatt / LP: Amtsblatt esg alt (1983-01-19) LP Siegmündung-SU (2005-07-05)( Bem.: Neuaufstellung) LP Siegmündung-SU alt (1986-05-28) Digitalisiermaßstab: Maßstab 1:5.000 Allgemeine Bemerkungen: Dig. Abgrenzung vom Kreis uebernommen. (August 2014). LAGERegierungsbezirk: Köln Kreis: Rhein-Sieg-Kreis Gemeinde(n): Niederkassel, Sankt Augustin, Troisdorf öffentlicher Report generiert:20250117 domainobjectid: 3033435 Edate: 20140819 |