Naturschutzgebiete (NSG)


LINFOS-Kennung: ST-029
Gebietsname: NSG Feuchtgebiet Saerbeck

Digitalisierte Fläche: 252.2699 ha     offizielle Fläche: 252.2700 ha    Digitalisierungsmaßstab: Maßstab 1:5.000

Schutzziel:
1) Das in § 1 näher bezeichnete Gebiet wird als Naturschutzgebiet gemäß § 23 BNatschG
in Verbindung mit § 32 Abs. 2 BNatSchG ausgewiesen.

(2) Die Unterschutzstellung erfolgt

a) Zur Erhaltung, Entwicklung und Wiederherstellung von Lebensgemeinschaften
und Lebensstaetten, insbesondere von seltenen und z. T. stark gefaehrdeten
landschaftsraumtypischen Pflanzen- und Tierarten in einem ehemaligen
Heidegebiet mit Feucht- und Trockenheide und von seltenen, zum Teil
gefaehrdeten Wat- und Wiesenvoegeln, Amphibien und Wirbellosen sowie
Pflanzen und Pflanzengesellschaften des offenen Wassers und des feuchten
Gruenlandes,

b) Zur Erhaltung und Entwicklung eines grossflaechigen Feuchtwiesenbereiches als
landesweit bedeutsames Brut-, Rast- und Ueberwinterungsquartier fuer zahlreiche,
z.T. stark gefaehrdete Vogelarten,

c) Aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, landeskundlichen und erdgeschichtlichen
Gruenden, wegen der biogeographischen Bedeutung und wegen der dort vorkommenden
schutzwuerdigen Boeden: Boeden mit extremen Wasser- und geringen Naehrstoffangeboten
als natuerlicher Lebensraum sowie regionaltypische oder besonders seltene Boeden
als Archiv der Natur- und Kulturgeschichte,

d) Wegen der Unersetzbarkeit, Seltenheit, besonderen Eigenart und der hervorragenden
Schoenheit des Gebietes,

e) Zur Sicherung des Naturhaushaltes und zur Abwehr schaedlicher Einwirkungen und
negativer Veraenderungen oekologischer Zusammenhaenge,

f) als wichtige Kernfläche innerhalb eines Biotopverbundes von landes- und europaweiter
Bedeutung aufgrund des außergewöhnlich großen Vorkommens landesweit gefährdeter
und bedrohter Pflanzengesellschaften bzw. Pflanzen- und Tierarten, insbesondere als Teil
des europäischen ökologischen Netzes "Natura 2000";

g) zur Bewahrung und Wiederherstellung der Lebensräume für folgende im Schutzgebiet
vorkommende Vogelarten gem. Art 4 der Vogelschutzrichtlinie als maßgebliche Bestandteile
des Gebiets i. S. des § 32 Abs. 3 BNatSchG:

Für die Meldung des Gebietes als Teilgebiet des Vogelschutzgebietes ist das Vorkommen
folgender Arten der Vogelschutzrichtlinie ausschlaggebend:

- Bekassine (Gallinago gallinago)
- Großer Brachvogel (Numenius arquata)
- Uferschnepfe (Limosa limosa)
Vogelarten, die im Anhang I der Vogelschutzrichtlinie aufgeführt sind
- Bruchwasserläufer (Tringa glareola)
- Eisvogel (Alcedo atthis)
- Goldregenpfeifer (Pluvialis apricaria)
- Heidelerche (Lullula arborea)
- Kampfläufer (Philomachus pugnax)
- Kornweihe (Circus cyaneus)
- Kranich (Grus grus)
- Neuntöter (Lanius collurio)
- Rohrweihe (Circus aeruginosus)
- Rotmilan (Milvus milvus)
- Schwarzspecht (Dryocopus martius)
- weitere gefährdete Vogelart ( )
- Silberreiher (Egretta alba)
- Singschwan (Cygnus cygnus)
- Trauerseeschwalbe (Chlidonias niger)
- Tüpfelsumpfhuhn (Porzana porzana)
- Wachtelkönig (Crex crex)
- Wanderfalke (Falco peregrinus)
- Wespenbussard (Pernis apivorus)
sowie für regelmäßig vorkommende Zugvögel der Vogelschutz-Richtlinie, die nicht im Anhang I aufgeführt sind
- Baumfalke (Falco subbuteo)
- Blässgans (Anser albifrons)
- Dunkler Wasserläufer (Tringa erythropus)
- Flussregenpfeifer (Charadrius dubius)
- Grünschenkel (Tringa nebularia)
- Kiebitz (Vanellus vanellus)
- Knäkente (Anas querquedula)
- Krickente (Anas crecca)
- Löffelente (Anas clypeata)
- Nachtigall (Luscinia megarhynchos)
- Pirol (Oriolus oriolus)
- Pfeifente (Anas penelope)
- Rotschenkel (Tringa totanus)
- Schnatterente (Anas strepera)
- Schwarzkehlchen (Saxicola torquata)
- Spießente (Anas acuta)
- Teichrohrsänger (Acrocephalus scirpacaeus)
- Wachtel (Cortunix cortunix)
- Waldwasserläufer (Tringa ochropus)
- Wiesenpieper (Anthus pratensis)
- Zwergschnepfe (Lymnocrytes minimus)
- Zwergtaucher (Tachybaptus ruficollis)

(3) Die über die Verordnungsdauer hinausgehende langfristige Zielsetzung für das Gebiet
ist die Erhaltung, Sicherung und weitere Entwicklung einer charakteristischen, weitgehend
offenen Feuchtwiesenlandschaft sowie die Sicherung eines stabilen, landschaftstypischen
Wasser- und Nährstoffhaushaltes. Zum Schutz der nährstoffarmen Lebensräume ist die
Extensivierung des Grünlandes zur Vermeidung einer Eutrophierung sicherzustellen.

Links auf externe Dokumente

http://legaldocs.naturschutzinformationen.nrw.de/legaldocs/VO_MS_2013_48.pdf

Verwaltungstechnische Angaben

Schutzstatus:
NSG, bestehend

Verfahrensstand:
VO rechtskraeftig

Gültigkeit:
Inkraft seit: 1983, Inkraft: 2013, außerkraft: 2033

Amtsblatt / LP:
Amtsblatt (2013-11-29)
Amtsblatt alt (1983-03-05)
Amtsblatt alt (1987-02-21)
Amtsblatt alt (1993-07-29)
Amtsblatt alt (1993-12-11)
Amtsblatt alt (2006-04-21)

Digitalisiermaßstab:
Maßstab 1:5.000

Allgemeine Bemerkungen:
Dig. Januar 2014.


LAGE


Regierungsbezirk: Münster
Kreis: Steinfurt Gemeinde(n): Saerbeck


öffentlicher Report generiert:20250117      domainobjectid: 2922867     Edate: 20140304