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LINFOS-Kennung: ST-029 Schutzziel: 1) Das in § 1 näher bezeichnete Gebiet wird als Naturschutzgebiet gemäß § 23 BNatschG in Verbindung mit § 32 Abs. 2 BNatSchG ausgewiesen. (2) Die Unterschutzstellung erfolgt a) Zur Erhaltung, Entwicklung und Wiederherstellung von Lebensgemeinschaften und Lebensstaetten, insbesondere von seltenen und z. T. stark gefaehrdeten landschaftsraumtypischen Pflanzen- und Tierarten in einem ehemaligen Heidegebiet mit Feucht- und Trockenheide und von seltenen, zum Teil gefaehrdeten Wat- und Wiesenvoegeln, Amphibien und Wirbellosen sowie Pflanzen und Pflanzengesellschaften des offenen Wassers und des feuchten Gruenlandes, b) Zur Erhaltung und Entwicklung eines grossflaechigen Feuchtwiesenbereiches als landesweit bedeutsames Brut-, Rast- und Ueberwinterungsquartier fuer zahlreiche, z.T. stark gefaehrdete Vogelarten, c) Aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, landeskundlichen und erdgeschichtlichen Gruenden, wegen der biogeographischen Bedeutung und wegen der dort vorkommenden schutzwuerdigen Boeden: Boeden mit extremen Wasser- und geringen Naehrstoffangeboten als natuerlicher Lebensraum sowie regionaltypische oder besonders seltene Boeden als Archiv der Natur- und Kulturgeschichte, d) Wegen der Unersetzbarkeit, Seltenheit, besonderen Eigenart und der hervorragenden Schoenheit des Gebietes, e) Zur Sicherung des Naturhaushaltes und zur Abwehr schaedlicher Einwirkungen und negativer Veraenderungen oekologischer Zusammenhaenge, f) als wichtige Kernfläche innerhalb eines Biotopverbundes von landes- und europaweiter Bedeutung aufgrund des außergewöhnlich großen Vorkommens landesweit gefährdeter und bedrohter Pflanzengesellschaften bzw. Pflanzen- und Tierarten, insbesondere als Teil des europäischen ökologischen Netzes "Natura 2000"; g) zur Bewahrung und Wiederherstellung der Lebensräume für folgende im Schutzgebiet vorkommende Vogelarten gem. Art 4 der Vogelschutzrichtlinie als maßgebliche Bestandteile des Gebiets i. S. des § 32 Abs. 3 BNatSchG: Für die Meldung des Gebietes als Teilgebiet des Vogelschutzgebietes ist das Vorkommen folgender Arten der Vogelschutzrichtlinie ausschlaggebend: - Bekassine (Gallinago gallinago) - Großer Brachvogel (Numenius arquata) - Uferschnepfe (Limosa limosa) Vogelarten, die im Anhang I der Vogelschutzrichtlinie aufgeführt sind - Bruchwasserläufer (Tringa glareola) - Eisvogel (Alcedo atthis) - Goldregenpfeifer (Pluvialis apricaria) - Heidelerche (Lullula arborea) - Kampfläufer (Philomachus pugnax) - Kornweihe (Circus cyaneus) - Kranich (Grus grus) - Neuntöter (Lanius collurio) - Rohrweihe (Circus aeruginosus) - Rotmilan (Milvus milvus) - Schwarzspecht (Dryocopus martius) - weitere gefährdete Vogelart ( ) - Silberreiher (Egretta alba) - Singschwan (Cygnus cygnus) - Trauerseeschwalbe (Chlidonias niger) - Tüpfelsumpfhuhn (Porzana porzana) - Wachtelkönig (Crex crex) - Wanderfalke (Falco peregrinus) - Wespenbussard (Pernis apivorus) sowie für regelmäßig vorkommende Zugvögel der Vogelschutz-Richtlinie, die nicht im Anhang I aufgeführt sind - Baumfalke (Falco subbuteo) - Blässgans (Anser albifrons) - Dunkler Wasserläufer (Tringa erythropus) - Flussregenpfeifer (Charadrius dubius) - Grünschenkel (Tringa nebularia) - Kiebitz (Vanellus vanellus) - Knäkente (Anas querquedula) - Krickente (Anas crecca) - Löffelente (Anas clypeata) - Nachtigall (Luscinia megarhynchos) - Pirol (Oriolus oriolus) - Pfeifente (Anas penelope) - Rotschenkel (Tringa totanus) - Schnatterente (Anas strepera) - Schwarzkehlchen (Saxicola torquata) - Spießente (Anas acuta) - Teichrohrsänger (Acrocephalus scirpacaeus) - Wachtel (Cortunix cortunix) - Waldwasserläufer (Tringa ochropus) - Wiesenpieper (Anthus pratensis) - Zwergschnepfe (Lymnocrytes minimus) - Zwergtaucher (Tachybaptus ruficollis) (3) Die über die Verordnungsdauer hinausgehende langfristige Zielsetzung für das Gebiet ist die Erhaltung, Sicherung und weitere Entwicklung einer charakteristischen, weitgehend offenen Feuchtwiesenlandschaft sowie die Sicherung eines stabilen, landschaftstypischen Wasser- und Nährstoffhaushaltes. Zum Schutz der nährstoffarmen Lebensräume ist die Extensivierung des Grünlandes zur Vermeidung einer Eutrophierung sicherzustellen. Links auf externe Dokumentehttp://legaldocs.naturschutzinformationen.nrw.de/legaldocs/VO_MS_2013_48.pdfVerwaltungstechnische AngabenSchutzstatus:NSG, bestehend Verfahrensstand: VO rechtskraeftig Gültigkeit: Inkraft seit: 1983, Inkraft: 2013, außerkraft: 2033 Amtsblatt / LP: Amtsblatt (2013-11-29) Amtsblatt alt (1983-03-05) Amtsblatt alt (1987-02-21) Amtsblatt alt (1993-07-29) Amtsblatt alt (1993-12-11) Amtsblatt alt (2006-04-21) Digitalisiermaßstab: Maßstab 1:5.000 Allgemeine Bemerkungen: Dig. Januar 2014. LAGERegierungsbezirk: Münster Kreis: Steinfurt Gemeinde(n): Saerbeck öffentlicher Report generiert:20250117 domainobjectid: 2922867 Edate: 20140304 |