Naturschutzgebiete (NSG)


LINFOS-Kennung: ST-014
Gebietsname: NSG Heiliges Meer - Heupen

Digitalisierte Fläche: 259.6898 ha     offizielle Fläche: 259.9000 ha    Digitalisierungsmaßstab: Maßstab 1:5.000

Schutzziel:
(1) Das in § 1 näher bezeichnete Gebiet wird als Naturschutzgebiet gemäß § 20 in Verbindung
mit § 48 c Abs. 1 LG ausgewiesen.

(2) Die Unterschutzstellung erfolgt

a) zur Erhaltung, Entwicklung und Wiederherstellung von Lebensgemeinschaffen und Lebensstätten,
insbesondere von seltenen und z. T. stark gefährdeten Iandschaftsraumtypischen Pflanzen- und Tier-
arten in einem einmaligen Ensemble vollständig erhaltener Verlandungsserien von natürlichen eutrophen,
oligotrophen und dystrophen Gewässern, einschließlich Erlen- und Birkenbruchwäldern, feuchten und
trockenen Heiden, Senken mit Torfmoorsubstraten, Feuchtgrünland und Vorkommen von seltenen, zum
Teil stark gefährdeten Wat- und Wiesenvögeln, Amphibien und Wirbellosen sowie Pflanzen und Pflanzen-
gesellschaften,

b) zur Erhaltung und Wiederherstellung des landschaftstypischen Wasserhaushaltes mit seinem typischen Gewässerchemismus und Nährstoffhaushalt,

c) aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, landeskundlichen und erdgeschichtlichen Gründen, wegen
der biogeographischen Bedeutung und wegen der dort vorkommenden schutzwürdigen Böden: Böden mit
extremen Wasser- und geringen Nährstoffangeboten als natürlicher Lebensraum sowie regionaltypische
oder besonders seltene Böden als Archiv der Natur- und Kulturgeschichte,

d) wegen der Unersetzbarkeit, Seltenheit, besonderen Eigenart und der hervorragenden Schönheit des
Gebietes,

e) zur Sicherung des Naturhaushaltes und zur Abwehr schädlicher Einwirkungen und negativer Veränderun-
gen ökologischer Zusammenhänge,

f) als Bestandteil eines Biotopverbundes von landes- und europaweiter Bedeutung, insbesondere als Teil
des europäischen ökologischen Netzes "NATURA 2000",

g) zur Bewahrung und Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustandes der natürlichen Lebensräume
und wildlebenden Tier- und Pflanzenarten von gemeinschaftlichem Interesse gemäß Art. 4 Abs. 4 i.V.m. Art. 2
der FFH-Richtlinie. Hierbei handelt es sich insbesondere um folgenden natürlichen Lebensraum von gemein-
schaftlichem Interesse gemäß Anhang 1 der FFH-Richtlinie als maßgeblicher Bestandteil des Gebietes i. 5.
des § 48 d Abs. 4 LG:
- Dystrophe Seen (3160)
- Feuchte Heidegebiete mit Glockenheide (4010)
- Nährstoffarme Littorella-Gewässer (3110)
- Nährstoffärmere basenarme Stillgewässer (3130)
- Natürliche eutrophe Seen und Altarme (3150)
- Trockene Heidegebiete (4030).
Außerdem handelt es sich um Lebensräume insbesondere für folgende im Schutzgebiet vorkommende Vogel-
arten gem. Art. 4 der VogelschutzRichtlinie als maßgebliche Bestandteile des Gebietes i.S. des § 48 d Abs. 4 LG:
Vogelarten, die im Anhang 1 der Vogelschutz-Richtlinie aufgeführt sind
- Schwarzspecht (Dryocopus martius)
- Kornweihe (Circus cyaneus)
- Neuntöter (Lanius collurio)
- Heidelerche (Lullula arborea)
- Goldregenpfeifer (Pluvialis apricaria).
sowie regelmäßig vorkommende Vogelarten gem. Art. 4 Abs. 2 (Zugvogelarten) der Vogelschutz-Richtlinie,
die nicht im Anhang 1 aufgeführt sind
- Teichrohrsänger (Acrocephalus scirpaceus)
- Spießente (Anas acuta)
- Krickente (Anas crecca)
- Knäkente (Anas querquedula)
- Wachtel (Coturnix cotumix)
- Bekassine (Gallinago gallinago)
- Zwergschnepfe (Lymnocrytes minimus)
- Nachtigall (Luscinia megarhynchos)
- Schafstelze (Motacilla flava)
- Großer Brachvogel (Numenius arquata)
- Pirol (Oriolus oriolus)
- Wasserralle (Rellus aquaticus)
- Zwergtaucher (Trachybaptus ruficollis)
- Waldwasserläufer (Tringa ochropus)
- Kiebitz (Venellus venellus)
- Eisvogel (Alcedo atthis)

h) Das Gebiet hat darüber hinaus Bedeutung für Wirbellose und Pflanzen, die im Anhang II der Richtlinie
92/43/EWG aufgeführt sind:
- Große Moosjungfer (Leucorrhinia peotoralis)
- Froschkraut (Luronium natans).
1) Des Weiteren hat das Gebiet Bedeutung für folgende Arten der Fauna und Flora
- Wasserfledermaus (Myotis daubentonii)
- Großer Abendsegler (Nyctalus noctula)
- Knoblauchkröte (Pelobates fuscus)
- Moorfrosch (Rana arvalis)
- Sumpfschrecke (Stethophyma grossum)
- Breitblättrige Knabenkraut (Dactylorhiza majalis)
- Strandling (Littorella uniflora)
- Wasser-Lobelie (Lobelia dortmanna).

Links auf externe Dokumente

http://legaldocs.naturschutzinformationen.nrw.de/legaldocs/VO_MS_2012_27.pdf

Verwaltungstechnische Angaben

Schutzstatus:
NSG, bestehend

Verfahrensstand:
VO rechtskraeftig

Gültigkeit:
Inkraft seit: 1930, Inkraft: 2012, außerkraft: 2032

Amtsblatt / LP:
Amtsblatt (2012-07-06)( Bem.: VO Aenderung)
Amtsblatt alt (1930-03-22)
Amtsblatt alt (1948-03-25)
Amtsblatt alt (1962-06-09)
Amtsblatt alt (1974-05-18)
Amtsblatt alt (1988-08-20)
Amtsblatt alt (1992-05-16)
Amtsblatt alt (1992-06-27)
Amtsblatt alt (1999-05-08)
Amtsblatt alt (1999-07-10)
Amtsblatt alt (2000-06-10)
Amtsblatt alt (2008-12-12)( Bem.: Ord. beh. Verordnung)

Digitalisiermaßstab:
Maßstab 1:5.000

Allgemeine Bemerkungen:
Die NSG Heiliges Feld ( ST-014 ) und Heiliges Meer ( ST-023 ) wurden zum NSG Erweiterung Heiliges Feld / Heiliges Meer ( ST-014 ) zusammengefasst. 2008 wurden NSG "Erweiterung Heiliges Meer und Heiliges Feld" (ST-014), NSG "Heiliges Meer" (ST-065) und NSG "Heupen" (ST-082) zusammengefasst in ein Naturschutzgebiet ST-014 "Heiliges Meer-Heupen"


LAGE


Regierungsbezirk: Münster
Kreis: Steinfurt Gemeinde(n): Recke, Hopsten


öffentlicher Report generiert:20250117      domainobjectid: 2922852     Edate: 20140304