Naturschutzgebiete (NSG)


LINFOS-Kennung: SO-001
Gebietsname: NSG Ahsewiesen

Digitalisierte Fläche: 178.6422 ha     offizielle Fläche: 179.0000 ha    Digitalisierungsmaßstab: Maßstab 1:5.000

Schutzziel:
1. zur Erhaltung, Wiederherstellung und Entwicklung
a) überregional bedeutsamer Lebensräume seltener und gefährdeter sowie landschaftsraumtypischer Tier- und Pflanzenarten innerhalb eines großflächigen Grünlandkomplexes mit schutzwürdigen Gewässerlebensräumen, insbesondere von seltenen, zum Teil stark gefährdeten rastenden und brütenden Wasser-, Wat- und Wiesenvogelarten, Amphibien-, Libellen- und Heuschreckenarten und von seltenen, zum Teil gefährdeten Pflanzengesellschaften des feuchten Grünlands.
In ihrer natürlichen Vergesellschaftung sind insbesondere zu schützen:
• magere Flachlandmähwiesen,
• Feucht- und Nasswiesen/-weiden
• Flutrasen,
• Röhrichte,
• naturnahe Stillgewässer und fließende Gewässer sowie
• Hecken und Kopfbaumbestände.
b) von natürlichen Lebensräumen und Vorkommen wildlebender Tier- und Pflanzenarten, die in den Anhängen I, II und IV der Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 (ABl. EG Nr. L206 vom 22. Juli 1992 S. 7), zuletzt geändert durch die Richtlinie 97/62/EG vom 27. Oktober 1997 (ABl. EG Nr. L 305/42) (=FFH-Richtlinie) und dem Anhang I der Richtlinie 79/409/EWG des Rates vom 02. April 1979 (ABl. Nr. L103 vom 25. April 1979 S.1), zuletzt geändert durch Richtlinie 97/49/EG vom 29. Juli 1997 (ABl. EG Nr. 223 v. 12.8.1997 S.9) (=Vogelschutzrichtlinie), aufgeführt sind.
Hierbei handelt es sich gemäß Anhang I der FFH-Richtlinie um folgende Lebensräume:
• Glatthafer- und Wiesenknopf-Silgenwiesen (6510)
• Nährstoffärmere basenarme Stillgewässer (3150)
sowie Arten gemäß Anhang II der FFH-Richtlinie
• Kammmolch
• Laubfrosch
außerdem hat das Gebiet Bedeutung für folgende Arten gemäß Anhang I und Art. 4 (2) der Vogelschutzrichtlinie:
• Baumfalke
• Bekassine
• Blässgans
• Braunkehlchen
• Bruchwasserläufer
• Dunkler Wasserläufer
• Eisvogel
• Fischadler
• Flussregenpfeifer
• Flussseeschwalbe
• Großer Brachvogel
• Grünspecht
• Hohltaube
• Kiebitz
• Kranich
• Krickente
• Löffelente
• Nachtigall
• Neuntöter
• Pfeifente
• Pirol
• Raubwürger
• Rohrdommel
• Rohrweihe
• Rotschenkel
• Sanderling
• Schwarzmilan
• weitere gefährdete Vogelart
• Singschwan
• Spießente
• Sumpfohreule
• Tafelente
• Teichralle
• Teichrohrsänger
• Tüpfelsumpfhuhn
• Uferschnepfe
• Waldkauz
• Wacholderdrossel
• Waldwasserläufer
• Wanderfalke
• Wasserralle
• Weißstorch
• Wespenbussard
• Wiesenpieper
• Zwergsäger
• Zwergtaucher
• Rotmilan
2. aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, und landeskundlichen Gründen.
3. zur Erhaltung der schutzwürdigen Böden: Böden mit einem hohen bis sehr hohen Biotopentwicklungspotential und einer sehr hohen Bodenfruchtbarkeit, Regelungs- und Pufferfunktion (z.B. typischer Auengley, typischer Brauner Auenboden, Auengley-Brauner Auenboden, typischer Pseudogley).
4. wegen der Seltenheit, besonderen Eigenart und Schönheit dieses Talraumes.

Links auf externe Dokumente

https://legaldocs.naturschutzinformationen.nrw.de/legaldocs/soest_lp_4_ekarte.pdf
https://legaldocs.naturschutzinformationen.nrw.de/legaldocs/soest_lp_4_fkarte.pdf
https://legaldocs.naturschutzinformationen.nrw.de/legaldocs/soest_lp_4_text.pdf

Verwaltungstechnische Angaben

Schutzstatus:
NSG, bestehend

Verfahrensstand:
LP rechtskraeftig

Gültigkeit:
Inkraft seit: 1993, Inkraft: 2013, außerkraft: 9999

Amtsblatt / LP:
Amtsblatt alt (2004-10-10)
Amtsblatt alt (1993-12-06)
LP Welver (2013-12-16)

Digitalisiermaßstab:
Maßstab 1:5.000

Allgemeine Bemerkungen:
Durch das Inkrafttreten des LP "Lippetal- Lippstadt-West" vom 04.12.2006 wurde das NSG "Ahsewiesen" SO-001 (VO) kleiner und ist weiterhin durch VO bestehend. Die restliche Fläche ist jetzt NSG "Ahsewiesen" SO-081 (LP) und ist durch LP festgesetz.


LAGE


Regierungsbezirk: Arnsberg
Kreis: Soest Gemeinde(n): Welver


öffentlicher Report generiert:20250704      domainobjectid: 2922751     Edate: 20140304