Naturschutzgebiete (NSG)


LINFOS-Kennung: MI-022
Gebietsname: NSG Grube Baltus

Digitalisierte Fläche: 62.7896 ha     offizielle Fläche: 63.1300 ha    Digitalisierungsmaßstab: Maßstab 1:5.000

Schutzziel:
Die Unterschutzstellung erfolgt
a) zur Erhaltung, Entwicklung und Wiederherstellung landesweit bedeutsamer Lebensräume und Lebensstätten seltener und gefährdeter sowie landschaftsraumtypischer Tier- und Pflanzenarten, insbesondere zur Erhaltung, Entwicklung und Pflege eines durch Kiesabgrabung entstandenen, großflächigen Stillgewässers im Niedergungs- und Überschwemmungsbereich der Weser mit naturnahen Uferstrukturen, ausgeprägten Flachufern, Inseln, Röhrichten, Ufergehölzsäumen und vegetationsfreien Flächen.
Weitere Bestandteile des Naturschutzgebietes sind funktional mit dem Stillgewässer verbundenes, periodisch überflutetes, extensives Feuchtgrünland, Grünlandbrachen, Hochstaudenfluren, Hecken und Weidengebüsche sowie sich entwickelnde Auwaldbereiche.
Aufgrund der Biotopstrukturen, der besonderen räumlichen Lage und der extensiven Nutzung besitzt das Gebiet eine ganzjährige, besondere Bedeutung als Nahrungs-, Brut-, Mauser-, Rast-, Durchzugs- und Überwinterungsgebiet für alt- und neuweltliche Enten, für Wasser-, Wat- und Wiesenvögel. Dabei hat der Bereich mit dem großen Stillgewässer eine besondere Funktion als Schlaf- und Rückzugsgebiet für nordische Gänse und Schwäne sowie für Watvögel und ist besonders wertvoll als Rastgebiet für durchziehende Wiesenvögel. Das Gebiet stellt zudem einen wichtigen Nahrungsraum für die in der Umgebung brütenden Weißstörche dar und ist wertvoll für Amphibien.
b) aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen und landeskundlichen Gründen;
c) wegen der Seltenheit, besonderen Eigenart und hervorragenden Schönheit der offenen, durch Grünland und Wasserflächen geprägten, weitläufigen Auenlandschaft im Naturraum der Mittelweser;
d) zum besonderen Schutz und zur Entwicklung der Lebensräume für die in diesem Teilbereich des Vogelschutzgebietes DE-3519-401 „Weseraue“ vorkommenden Vogelarten, insbesondere für die nach Artikel 4, Absatz 1 und 2 der Richtlinie 2009/147/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. November 2009 über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten (ABl. L 20 vom 26.1.2010, S. 7) geschützten Arten. Davon sind folgende Arten für das Gebiet prägend:
– Teichrohrsänger (Acrocephalus scirpaceus),
– Flussuferläufer (Actitis hypoleucos),
– Spießente (Anas acuta),
– Löffelente (Anas clypeata),
– Krickente (Anas crecca),
– Pfeifente (Anas penelope),
– Stockente (Anas platyrhynchos),
– Knäkente (Anas querquedula),
– Schnatterente (Anas strepera),
– Graugans (Anser anser),
– Blässgans (Anser albifrons),
– Saatgans (Anser fabalis),
– Graureiher (Ardea cinerea),
– Tafelente (Aythya ferina),
– Reiherente (Aythya fuligula),
– Nonnengans (Branta leucopsis),
– Schellente (Bucephala clangula),
– Flussregenpfeifer (Charadrius dubius),
– Weißstorch (Ciconia ciconia),
– Rohrweihe (Circus aeruginosus),
– Zwergschwan (Cygnus columbianus bewickii),
– Singschwan (Cygnus cygnus),
– Blässhuhn (Fulica atra),
– Bekassine (Gallinago gallinago),
– Austernfischer (Haematopus ostralegus),
– Sturmmöwe (Larus canus),
– Gänsesäger (Mergus merganser),
– Zwergsäger (Mergus serrator),
– Kampfläufer (Philomachus pugnax),
– Fischadler (Pandion haliaetus),
– Haubentaucher (Podiceps cristatus),
– Zwergtaucher (Podiceps ruficollis),
– Wasserralle (Rallus aquaticus),
– Flussseeschwalbe (Sterna hirundo),
– Dunkler Wasserläufer (Tringa erythropus),
– Bruchwasserläufer (Tringa glareola),
– Grünschenkel (Tringa nebularia),
– Waldwasserläufer (Tringa ochropus),
– Rotschenkel (Tringa totanus),
– Kiebitz (Vanellus vanellus).

Links auf externe Dokumente

https://legaldocs.naturschutzinformationen.nrw.de/legaldocs/vo_vd_2011_mi_022.pdf

Verwaltungstechnische Angaben

Schutzstatus:
NSG, bestehend

Verfahrensstand:
VO rechtskraeftig

Gültigkeit:
Inkraft seit: 1986, Inkraft: 2011, außerkraft: 2031

Amtsblatt / LP:
Amtsblatt (2011-04-04)
Amtsblatt alt (1989-09-11)
Amtsblatt esg alt (1986-12-01)

Digitalisiermaßstab:
Maßstab 1:5.000

Allgemeine Bemerkungen:
Dig. Abgrenzung vom Kreis uebernommen. (Dig. August 2011).(Dig.Okt.2025).


LAGE


Regierungsbezirk: Detmold
Kreis: Minden-Lübbecke Gemeinde(n): Petershagen


öffentlicher Report generiert:20251205      domainobjectid: 3325732     Edate: 20150806