|
LINFOS-Kennung: MI-008 Schutzziel: Die Unterschutzstellung erfolgt a) zur Erhaltung, Entwicklung und Wiederherstellung des durch Kiesabgrabung entstandenen, vor allem aus sechs größeren Stillgewässern mit unterschiedlichen Entwicklungsstadien bestehenden großflächigen Gewässerkomplexes im Niederungsbereich der Weser als landesweit bedeutsamer Lebensraum und Lebensstätte seltener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. Das Gebiet ist dabei insbesondere als ein international bedeutsames Nahrungs-, Brut-, Mauser-, Durchzugs- und Überwinterungsgebiet bzw. als Rastplatz für Wasser- und Singvögel, insbesondere für Lappentaucher, Ruderfüßer, Schreit- und Entenvögel (einschließlich Schwäne, Gänse und Säger) sowie Greif-, Kranich-, Wat-, Möwen-, Raben- und Sperlingsvögel, besonders zu schützen. Dazu gehört vorrangig die Erhaltung sowohl der größeren Stillgewässer als auch der Kleingewässer mit naturnahen Uferstrukturen und ausgeprägten Flachufern, die Erhaltung von Halbinseln, Inseln, Röhrichten, vegetationsfreien Flächen und Gehölzsäumen, die funktionale Anbindung der aquatischen Lebensräume an angrenzendes Feuchtgrünland, Grünlandbrachen, Hochstaudenfluren und Weidengebüsche sowie die weitere Wiederherstellung der landschaftsraumtypischen Überflutungsdynamik. b) aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen und landeskundlichen Gründen; c) wegen der Seltenheit, besonderen Eigenart und Schönheit des Gebietes; d) zum besonderen Schutz und zur Entwicklung der Lebensräume für die folgenden im Gebiet als Teilbereich des Vogelschutzgebietes DE-3519-401 „Weseraue“ vorkommenden Vogelarten, die auf der Grundlage der Vogelschutz-Richtlinie vom 02.04.1979 (ABl. EG Nr. L 306 S. 1) bzw. der Richtlinie 79/409/EWG des Rates über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten (Vogelschutz-Richtlinie) vom 02.04.1979 (ABl. EG Nr. L 306 S. 1) geschützt bzw. für folgende regelmäßig vorkommende Arten: – Teichrohrsänger (Acrocephalus scirpaceus), – Flussuferläufer (Actitis hypoleucos), – Spießente (Anas acuta), – Löffelente (Anas clypeata), – Krickente (Anas crecca), – Pfeifente (Anas penelope), – Stockente (Anas platyrhynchos), – Knäkente (Anas querquedula), – Schnatterente (Anas strepera), – Graugans (Anser anser), – Blässgans (Anser albifrons), – Saatgans (Anser fabalis), – Graureiher (Ardea cinerea), – Tafelente (Aythya ferina), – Reiherente (Aythya fuligula), – Nonnengans (Branta leucopsis), – Schellente (Bucephala clangula), – Flussregenpfeifer (Charadrius dubius), – Trauerseeschwalbe (Chlidonias niger), – Rohrweihe (Circus aeruginosus), – Singschwan (Cygnus cygnus), – Blässhuhn (Fulica atra), – Bekassine (Gallinago gallinago), – Austernfischer (Haematopus ostralegus), – Sturmmöwe (Larus canus), – Gänsesäger (Mergus merganser), – Zwergsäger (Mergus serrator), – Kampfläufer (Philomachus pugnax), – Fischadler (Pandion haliaetus), – Haubentaucher (Podiceps cristatus), – Zwergtaucher (Podiceps ruficollis), – Wasserralle (Rallus aquaticus), – Flussseeschwalbe (Sterna hirundo), – Dunkler Wasserläufer (Tringa erythropus), – Bruchwasserläufer (Tringa glareola), – Grünschenkel (Tringa nebularia), – Waldwasserläufer (Tringa ochropus), – Rotschenkel (Tringa totanus), – Kiebitz (Vanellus vanellus) Links auf externe Dokumentehttps://legaldocs.naturschutzinformationen.nrw.de/legaldocs/vo_vd_2003_mi_008.pdfVerwaltungstechnische AngabenSchutzstatus:NSG, bestehend Verfahrensstand: VO rechtskraeftig (Bem.: Ord. Ver. (TOEB) 17.02.2003) Gültigkeit: Inkraft seit: 1979, Inkraft: 2003, außerkraft: 2023 Amtsblatt / LP: Amtsblatt alt (1989-10-23) Amtsblatt alt (1989-04-18) Amtsblatt (2003-12-15) Amtsblatt esg alt (1979-03-05) Digitalisiermaßstab: Maßstab 1:5.000 Allgemeine Bemerkungen: Dig. Abgrenzung vom Kreis uebernommen. (Dig.Dezember 2010). VO abgelaufen; Neuausweisung in Vorbereitung. Öffentliche Auslegung der neuen Verordnung erfolgt. Veränderungssperre nach § 48 (3) LNatSchG NRW in Kraft. (Dig.Okt.2025). LAGERegierungsbezirk: Detmold Kreis: Minden-Lübbecke Gemeinde(n): Petershagen öffentlicher Report generiert:20251205 domainobjectid: 3325729 Edate: 20150806 |