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LINFOS-Kennung: MI-002 Schutzziel: Die Unterschutzstellung erfolgt a) zur Erhaltung, Entwicklung und Wiederherstellung landesweit bedeutsamer Lebensräume und Lebensstätten seltener und gefährdeter sowie landschaftsraumtypischer Tier- und Pflanzen- arten, insbesondere zur Erhaltung, Entwicklung, Wiederherstellung und Pflege der flussbegleitenden, auentypischen Stromtal-Kulturlandschaft im Überschwemmungs- und Einflussbereich der Weser mit ihren Staustufen. Das geschützte Gebiet umfasst den Verlauf der in weiten Mäandern fließenden Weser und ist durch auentypische, überwiegend extensiv genutzte Grünlandbereiche mit Weiden und Wiesen unterschied- licher Ausprägungen, Nutzungen und Nässegrade gekennzeichnet. Dieser Auenbereich der Weser wird in weiten Teilen durch Deiche begrenzt. Das Biotopgefüge wird kleinflächig durch vornehmlich im Bereich der Hänge und Prallufer der Weser vorkommende Feldgehölze und Laubwaldstreifen sowie durch Weidengebüsche, weitere Fließgewässer, Gräben, Stillgewässer unterschiedlicher Größe und Ausprägung, durch Kleingewässer und Blänken sowie Ufergehölze, Kopfbäume, Hochstaudenfluren, Röhrichte, Hecken, Brachen und Sukzessionsflächen ergänzt. Aufgrund der bandartigen Kulisse mit ausgedehnten Grünlandflächen und der Wasserfläche der Weser ergibt sich eine besondere funktionale Verknüpfung zwischen diesen Biotopelementen. Dies begründet insbesondere die ganzjährige Bedeutung für Wasser-, Wat- und Wiesenvögel sowie für andere an Feuchtgebiete gebundene Vogelarten. Darüber hinaus steht das Gebiet im direkten, engen funktionalen Zusammenhang mit den im Vogelschutz- gebiet gelegenen Stillgewässer- und Staubereichen sowie den Ackermarschen. Das Gebiet trägt damit als zentraler, funktionaler und verbindender Bestandteil des EG-Vogelschutz- gebietes "Weseraue" mit seinen vielfältigen Funktionen maßgeblich zur Bedeutung des Vogelschutzge- bietes als Brut-, Rast-, Mauser-, Nahrungs-, Durchzugs-, Rückzugs- und Überwinterungsgebiet für zahl- reiche Vogelarten der EG-Vogelschutzrichtlinie bei. Außerdem kommen im Gebiet der Steinbeißer (Cobitis taenia) und der Schlammpeitzger (Misgurnus fossilis) als besonders geschützte Fischarten vor. Darüber hinaus hat das Gebiet lokal besondere Bedeutung als Lebensraum für seltene und gefährdete Amphibien und Reptilien, für seltene und gefährdete Pflanzenarten und Pflanzengesellschaften sowie für Wasserinsekten. b) aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen und landeskundlichen Gründen. c) wegen der Seltenheit, besonderen Eigenart und hervorragenden und das anschließende Auengrün- land geprägten Flusslandschaft mit ihren grundwasserbeeinflussten Auenböden im Naturraum der Mittelweser. d) zum besonderen Schutz und zur Entwicklung der Lebensräume für die in diesem Teilbereich des Vogel- schutzgebietes DE-3519-401 "Weseraue" vorkommenden Vogelarten, insbesondere für die nach Artikel 4, Absatz 1 und 2 der Richtlinie 2009/147/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. November 2009 über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten (Abl. L 20 vom 26. Januar 2010, S. 7) geschützten Arten. Davon sind folgende Arten für das Gebiet prägend: - Teichrohrsänger (Acrocephalus scirpaceus), - Flussuferläufer (Actitis hypoleucos), - Eisvogel (Alcedo atthis), - Spießente (Anas acuta), - Löffelente (Anas clypeata), - Krickente (Anas crecca), - Pfeifente (Anas penelope), - Knäkente (Anas querquedula), - Schnatterente (Anas strepera), - Blässgans (Anser albifrons), - Saatgans (Anser fabalis), - Wiesenpieper (Anthus pratensis), - Tafelente (Aythya ferina), - Weißwangengans (Branta leucopsis), - Silberreiher (Casmerodius albus), - Flussregenpfeifer (Charadrius dubius), - Weißstorch (Ciconia ciconia), - Trauerseeschwalbe (Chlidonias niger), - Rohrweihe (Circus aeruginosus), - Wachtelkönig (Crex crex), - Zwergschwan (Cygnus columbianus bewickii), - Singschwan (Cygnus cygnus), - Wanderfalke (Falco peregrinus), - Baumfalke (Falco subbuteo), - Bekassine (Gallinago gallinago), - Kranich (Grus grus), - Seeadler (Haliaeetus albicilla), - Raubwürger (Lanius excubitor), - Gänsesäger (Mergus merganser), - Zwergsäger (Mergus albellus), - Rotmilan (Milvus milvus), - Großer Brachvogel (Numenius arquata), - Pirol (Oriolus oriolus), - Fischadler (Pandion haliaetus), - Kampfläufer (Philomachus pugnax), - Goldregenpfeifer (Pluvialis apricaria), - Zwergtaucher (Podiceps ruficollis), - Wasserralle (Rallus aquticus), - Uferschwalbe (Riparia riparia), - Braunkehlchen (Saxicola rubetra), - Flussseeschwalbe (Sterna hirundo), - Brandgans (Tadorna tadorna), - Dunkler Wasserläufer (Tringa erythropus), - Bruchwasserläufer (Tringa glareola), - Grünschenkel (Tringa nebularia), - Waldwasserläufer (Tringa ochropus), - Kiebitz (Vanellus vanellus). Links auf externe Dokumentehttp://legaldocs.naturschutzinformationen.nrw.de/legaldocs/vo_dt_2012_mi-002.pdfVerwaltungstechnische AngabenSchutzstatus:NSG, bestehend Verfahrensstand: VO rechtskraeftig Gültigkeit: Inkraft seit: 1989, Inkraft: 2012, außerkraft: 2032 Amtsblatt / LP: Amtsblatt alt (1989-10-23) Amtsblatt alt (1992-08-17) Amtsblatt (2012-12-17) Digitalisiermaßstab: Maßstab 1:5.000 Allgemeine Bemerkungen: (Dig.Okt.2025). Die VO ueber das NSG "Weseraue" vom 16.10.1989 in der Fassung der 2.Aenderungsverordnung vom 16.07.1992 werden fuer den Geltungsbereich der VO ueber das NSG "Windheimer Marsch" aufgehoben. Dig. Abgrenzung vom Kreis uebernommen. (Dig. Juni 2012). LAGERegierungsbezirk: Detmold Kreis: Minden-Lübbecke Gemeinde(n): Petershagen öffentlicher Report generiert:20251205 domainobjectid: 3353595 Edate: 20150918 |