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LINFOS-Kennung: MI-001 Schutzziel: Schutzzweck und Schutzziel Die Unterschutzstellung erfolgt a) zur Erhaltung Entwicklung und Wiederherstellung landesweit bedeutsamer Lebensräume und Lebensstätten seltener und gefährdeter sowie landschaftsraumtypischer Tier- und Pflanzen- arten, insbesondere zur Erhaltung und weiteren Entwicklung eines großflächigen, überwiegend wiedervernässten, naturnahen Hochmoorkomplexes sowie des unmittelbar angrenzenden nie- dermoorgeprägten Grünlandgürtels mit Wiesen und Weiden unterschiedlicher Ausprägung und Nässegrade. Der gut ausgebildete Biotopkomplex des Hochrnoores mit ausgdehnten, ehemaligen Torfstichen und dem Vorkommen von Übergangs- und Schwingrasenmooren sowie leuchten Heidegebieten wird insbesondere zur Erhaltung und Entwicklung der typischen l-lochmoorvegetation und der Fun- ktion als Lebensraum für gebietstypische Vogelarten und für Reptilien besonders geschützt. Dem landschaftsraumtypischen, durch extensiv genutzte Wiesen und Weiden geprägten Feucht- wiesengebiet mit Kleingewässern, Blänken, und Gräben kommt eine besondere Bedeutung als Lebensraum zahlreicher Wiesen- und Watvögel, Sumpf- und Röhrichtbrüter, feuchtwiesentypischer Pflanzenarten und -gesellschaften sowie einer Vielzahl seltener und gefährdeter Amphibien, Libellen und Schmetterlinge zu. Der Bereich hat zudem eine besondere Bedeutung als Schutz- und Pufferz- zone für das vom Wasserhaushalt, Gewässerchemismus und Nährstoffhaushalt geprägte Hochmoor. Besonders zu schützen und zu fördern sind: - ehemalige Torfstiche mit Moorregenerationsflächen, - Pfeifengras-Feuchtheiden, - Nass- und Feuchtgrünland - Nass- und Feuchtweiden, - Calluna-Heiden, - Bodensaure Kleinseggenrieder Aufgrund der Lage, Struktur und Größe des Gesamtkomplexes im nordwestdeutschen Moorkorridor kommt der Sicherung und Optimierung dieses Gebietes in seiner Funktion als Rast-, Brut-, Nahrungs- und Mauserplatz für Wat-, Wasser- und Wiesenvögel besondere Bedeutung zu. Die ausgedehnten Moorregenerationsflächen sind wesentlicher Bestandteil des Biotopverbundes der nordwestdeut- schen Hochmoore. b) zur Bewahrung und Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustandes der natürlichen Lebens räume und der wildlebenden Tier- und Pflanzenarten von gemeinschaftlichem Interesse im Gebietsnetz "Natura 2000" gemäß Artikel 4, Abs. 4 in Verbindung mit Artikel 2, Abs. 2 und Artikel 6, Abs. 2 der FFH- Richtlinie; hierbei handelt es sich um folgende natürliche Lebensräume von gemeinschaftlichem Interesse gemäß Anhang 1 der FFH-Richtlinie (FFH-Lebensraumtypen): - Feuchte Heidegebiete und Glockenheide (NATURA 2000-Code 4010) - Noch renaturierungsfähige degradierte Hochmoore (NATURA 2000-Code 7120) - Ubergangs- und Schwingrasenmoore (NATURA 2000- Code 7140) - Moorschlenken-Pioniergesellschaften (NATURA 2000- Code 7150) c) aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, landeskundlichen und erdgeschichtlichen Gründen; insbesondere zur Erhaltung schutzwürdiger Moor-Podsole, Plaggenesch-Gleye und Hochmoor; d) wegen der Seltenheit, besonderen Eigenart und hervorragenden Schönheit dieses im Naturraum der Diepholzer Moorniederung gelegenen, überwiegend offenen, hochmoortypischen und grünland- geprägten Landschaftsteils; e) zum besonderen Schutz und zur Entwicklung der Lebensräume für die folgenden Arten von gemein- schaftlichem Interesse gemäß Anhang 1 der FFH-Richtlinie, für die im Vogelschutzgebiet DE-3417-471 "Oppenweher Moor" vorkommenden Vogelarten, auf die sich Art. 4 der Richtlinie 2009/147/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. November 2009 über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten (Abl. L 20 vom 26. Januar 2010, S. 7) bezieht bzw. für folgende regelmäßig vorkommende Zugvögel: - Feldlerche (Alauda arvensis), - Sumpfohreule (Asio flammeus), - Baumpieper (Anthus trivialis), - Weißstorch (Ciconia ciconia), - Rohrweihe (Circus aeruginosus), - Kornweihe (Circus cyaneus), - Wiesenweihe (Circus pygargus), - Wachtelkönig (Crex crex), - Schwarzspecht (Dryocopus martius), - Baumfalke (Falco subbuteo), - Kranich (Grus grus), - Neuntöter (Lanius collurio), - Zwergschnepfe (Lymnocryptes minimus), - Rotmilan (Milvus milvus), - Wiesenschafstelze (Motacilla flava), - Kampfläufer (Philomachus pugnax), - Bruchwasserläufer (Tringa glareola), - Krickente (Anas crecca), - Knäkente (Anas querquedula), - Wiesenpieper (Anthus pratensis), - Bekassine (Gallinago gallinago), - Raubwürger (Lanius excubitor), - Großer Brachvogel (Numensis arquata), - Pirol (Oriolus oriolus), - Braunkehlchen (Saxicola rubetra), - Schwarzkehlchen (Saxicola torquata), - Grünscherikel (Tringa nebularia), - Waldwasserläufer (Tringa ochropus), - Kiebitz (Vanellus vanellus). Links auf externe Dokumentehttps://legaldocs.naturschutzinformationen.nrw.de/legaldocs/vo_vd_2010_mi_001.pdfVerwaltungstechnische AngabenSchutzstatus:NSG, bestehend Verfahrensstand: VO rechtskraeftig Gültigkeit: Inkraft seit: 1952, Inkraft: 2010, außerkraft: 2030 Amtsblatt / LP: Amtsblatt alt (1989-05-22) Amtsblatt (2010-06-14) Amtsblatt alt (1957-08-29) Amtsblatt alt (1974-10-21) Amtsblatt alt (1952-11-26) Digitalisiermaßstab: Maßstab 1:5.000 Allgemeine Bemerkungen: (Dig.Okt.2025). Die NSG-s MI-001-"Oppenweher Moor" und MI-050-"Am Oppenweher Moor" wurden durch eine Verordnung vom 14.06.2010 zu einer Fläche zusammen gefaßt. Das Naturschutzgebiet heißt jetzt MI-001-"Oppenweher Moorlandschaft" und ist größer geworden. ( Dig. Oktober 2010). LAGERegierungsbezirk: Detmold Kreis: Minden-Lübbecke Gemeinde(n): Stemwede öffentlicher Report generiert:20251205 domainobjectid: 4173807 Edate: 20170623 |