Naturschutzgebiete (NSG)


LINFOS-Kennung: EU-031
Gebietsname: NSG Urfttal mit Seitentaelern noerdlich und westlich von Nettersheim

Digitalisierte Fläche: 405.6597 ha     offizielle Fläche: 396.7000 ha    Digitalisierungsmaßstab: Maßstab 1:5.000

Schutzziel:
Die Festsetzung als NSG erfolgt gemaess Paragraph 20 a, b, c LG NW
insbesondere

- wegen der Bedeutung eines grossen Teils des Gebietes fuer die Errichtung eines
zusammenhaengenden oekologischen Netzes besonderer Schutzgebiete in Europa
(Natura 2000),
- zur Erhaltung und Entwicklung folgender natuerlicher Lebensraeume von gemeinschaftlichem
Interesse gemaess Anhang I der Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur
Erhaltung der natuerlichen Lebensraeume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen
(FFHRichtlinie),
- grossflaechig zusammenhaengende, naturnahe, meist kraut- und geophytenreiche
Waldmeister-Buchenwaelder (9130) auf basenreichen Standorten und Orchideenbuchenwaelder
(9150) mit ihrer typischen Fauna und Flora in ihren verschiedenen Entwicklungsstufen/ Altersklassen
und ihrer standoertlich typischen Variationsbreite, inklusive ihrer Vorwaelder, Gebuesche, artenreichen
Waldraendern und Staudenfluren,
- Erhalt und Entwicklung der FFH-Lebensraeume Erlen-Eschen und Weichholz-Auenwaelder
(91E0 Prioritaerer Lebensraum), Feuchte Hochstaudenfluren (6430), sowie der Fliessgewaesser
mit Unterwasservegetation (3260),
- Erhalt , Pflege und Entwicklung der Berg-Maehwiesen (6520),
- die beiden benachbarten Karsthoehlen und der nahegelegene Stollen (nicht touristisch
erschlossene Hoehlen, 8310) einschliesslich ihrer mikroklimatischen Verhaeltnisse und
ihres Wasserhaushalts als Lebensraum fuer troglophile Tierarten sowie als Winterquartier
fuer Fledermaeuse, Amphibien und Insekten (Schmetterlinge, Zweifluegler u.a.),
- des ehemaligen Flakstollens mit mehreren Seitengaengen als unterirdisches Fledermaus-
Winterquartier einschliesslich seiner mikroklimatischen Verhaeltnisse, seines Wasserhaushalts
und seiner Zugaenglichkeit fuer Fledermaeuse,
- zur Erhaltung und Foerderung der folgenden Arten, die darueber hinaus Bedeutung fuer das
Gebietsnetz Natura 2000 haben.

Erhaltung und Foerderung der autochtonen Fischarten insbesondere z.B. des Bachneunauges, der
Aesche und auch der Groppe.

- zur Erhaltung und Entwicklung naturnaher Strukturen der Fliessgewaesser, insbesondere
der Urft, entsprechend dem Leitbild des Fliessgewaessertyps,
- zur Erhaltung und Entwicklung von Feucht- und Nass- und Magerwiesen durch extensive
Nutzung,
- zur Erhaltung der folgenden wildlebenden Tierarten von gemeinschaftlichem Interesse
gemaess Anhang II und IV der Richtlinie 92/43/EWG bzw. Anhang I der Richtlinie
79/409/EWG des Rates vom 2. April 1979 ueber die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten
(Vogelschutzrichtlinie)

- Großes Mausohr (Myotis myotis, 1324),
- Bechsteinfledermaus (Myotis bechsteinii, 1323),
- Wasserfledermaus (Myotis daubentoni),
- Kleine Bartfledermaus (Myotis mystacinus),
- Fransenfledermaus,
- Braunes Langohr (Plecotus auritus),
- Teichfledermaus (Myotis dasycneme, 1318),
- Rauhautfledermaus (Pipistrellus nathusii)
- Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus)
- Graues Mausohr (Myotis myotis)
- Breitfluegelfledermaus (Eptesicus nilssoni)
- Groppe
- Bachneunauge

- zur Erhaltung und Optimierung folgender nach Paragraph 62 LG geschuetzter Biotope

- Trocken- und Halbtrockenrasen,
- Nass- und Feuchtgruenland,
- Waelder und Gebuesche trockenwarmer Standorte,
- Magerwiesen und -weiden,
- Natuerliche Felsbildungen, Blockschutt- und Geroellhalden, Hoehlen und Stollen,
- wegen seiner Funktion als landesweit bedeutsame
- wegen seiner Geowissenschaftlichen Bedeutung,
- wegen seiner Funktion als Lebensraum fuer weitere nach der Roten Liste in Nordrhein-
Westfalen gefaehrdete, bedrohte und seltene Tier- und Pflanzenarten z.B. Orchideen- und
Schmetterlingsarten, u.a. des in seinem Bestand stark bedrohten Waldteufel-Mohrenfalters
(Erebia aethiops),
- Erhalt und Pflege der Lebensraumansprueche der waermebeduerftigen Schmetterlingsarten in
den lichten Kiefernwaelder in Suedhanglagen auf Kalkuntergrund,
- zur Erhaltung und Optimierung des Gebietes als gut ausgepraegter Biotopkomplex bestehend
aus dem Urfttal mit gehoelzgesaeumtem Flusslauf, Talwiesen- und -weiden, bewaldeten
Haengen, Trockenrasen und Magergruenland sowie den bewaldeten Osthang des Gillesbachtales,
- zur Erhaltung und Wiederherstellung der kulturhistorisch und oekologisch wertvollen Kalkmagerrasen,
- zur Herstellung bzw. Wiederherstellung von waermeliebenden Buchenwaeldern und Kalkmagerrasen,
- wegen der Eigenart und besonderen Schoenheit des Urfttales und der angrenzenden Kalkkuppen,
- zur Erhaltung der kulturhistorisch bedeutsamen ehemaligen Ackerterrassen, Pingen und
Schuerfgruben, roemischen Wasserleitung, roemischen Strassen und Siedlungsreste.

Links auf externe Dokumente

http://legaldocs.naturschutzinformationen.nrw.de/legaldocs/LP Nettersheim_Karte1.pdf
http://legaldocs.naturschutzinformationen.nrw.de/legaldocs/LP Nettersheim_Text.pdf
http://legaldocs.naturschutzinformationen.nrw.de/legaldocs/LP Nettersheim_Karte2.pdf

Verwaltungstechnische Angaben

Schutzstatus:
NSG, bestehend

Verfahrensstand:
LP rechtskraeftig

Gültigkeit:
Inkraft seit: 1990, Inkraft: 2004, außerkraft: 9999

Amtsblatt / LP:
LP Nettersheim (32) (2004-10-06)
LP Nettersheim-Tondorf alt (1990-07-09)
LP Nettersheim-Tondorf alt (1991-08-03)

Digitalisiermaßstab:
Maßstab 1:5.000

Allgemeine Bemerkungen:
(keine Angabe)


LAGE


Regierungsbezirk: Köln
Kreis: Euskirchen Gemeinde(n): Nettersheim


öffentlicher Report generiert:20250117      domainobjectid: 2921829     Edate: 20140304