Naturschutzgebiete (NSG)


LINFOS-Kennung: BOR-036
Gebietsname: NSG Weisses Venn - Geisheide

Digitalisierte Fläche: 363.8793 ha     offizielle Fläche: 363.0000 ha    Digitalisierungsmaßstab: Maßstab 1:5.000

Schutzziel:
Schutzzweck
Das Naturschutzgebiet wird ausgewiesen:
1. zur Erhaltung, Entwicklung und Wiederherstellung von Lebensgemeinschaften und Lebensstätten landschaftsraumtypischer, seltener und zum Teil stark gefährdeter oder vom Aussterben bedrohter wild lebender Tier- und Pflanzenarten insbesondere von Wald-, Wiesen- und Offenlandvögeln, Reptilien, Amphibien und Wirbellosen sowie von seltenen, zum Teil stark gefährdeten Pflanzen und Pflanzengesellschaften des Waldes, der Moore und Heiden, des extensiv genutzten Grünlandes, der Magerrasen und Stillgewässer;
2. zur Erhaltung und Förderung einer großräumigen, alten und halboffenen Heide- und Moorlandschaft des Sand-Münsterlandes mit naturnahen Hochmoorrelikten, ausgedehnten Zwergstrauchheiden sowie zahlreichen eutrophen und dystrophen Stillgewässern mit ihren natürlichen Verlandungsgesellschaften und zur Erhaltung und Förderung des extensiv genutzten Grünlandes;
3. zur Erhaltung und Förderung eines naturraumtypischen Biotoptypen-Mosaiks, das auf extensive Nutzung, einen stabilen Wasserhaushalt und nährstoffarme Verhältnisse angewiesen ist;
4. zur Erhaltung und Wiederherstellung von extensiv genutzten Mager- und Feuchtgrünlandflächen mit ihrer typischen Fauna und Flora und in ihren verschiedenen typischen Variationsbreiten;
5. aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, landeskundlichen und erdgeschichtlichen Gründen sowie wegen der biogeographischen Bedeutung des Gebietes;
6. wegen der Unersetzbarkeit, Seltenheit, besonderen Eigenart und der hervorragenden Schönheit des Gebietes;
7. zur Sicherung des Naturhaushaltes und zur Abwehr schädlicher Einwirkungen und negativer Veränderungen ökologischer Zusammenhänge auf die Wald-, Moor- und Heidekomplexe mit ihren Stillgewässern;
8. als Bestandteil einer landes- und europaweit bedeutsamen Biotopverbundachse der Moore und Feuchtwiesen im südlichen Münsterland mit ausgedehnten Moor- und Heideflächen, die als bedeutsame Trittsteine für extrem anspruchsvolle Tier- und Pflanzenarten der Moore und extensiv genutzten Offenlandbereiche dienen;
9. zur Bewahrung und Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustandes der natürlichen Lebensräume und wild lebenden Tier- und Pflanzenarten von gemeinschaftlichem Interesse gemäß Artikel 4 Abs. 4 i. V. m. Artikel 2 der FFH-Richtlinie.
Hierbei handelt es sich insbesondere um folgende natürliche Lebensräume von gemeinschaftlichem Interesse gemäß Anhang I der FFH-Richtlinie als maßgebliche Bestandteile des Gebietes i. S. des § 48 d Abs. 4 LG NW:
• Natürliche eutrophe Seen und Altarme (3150)
• Dystrophe Seen (3160)
• Feuchte Heidegebiete mit Glockenheide (4010)
• Trockene Heidegebiete (4030)
• Noch renaturierungsfähige degradierte Hochmoore (7120)
• Moorschlenken-Pioniergesellschaften (7150)
• Hainsimsen-Buchenwald (9110)
• Alte bodensaure Eichenwälder auf Sandebenen (9190)
• Moorwälder (91D0).
Außerdem handelt es sich um Lebensräume für folgende im Schutzgebiet vorkommende Vogelarten gem. Art. 4 der Vogelschutzrichtlinie als maßgebliche Bestandteile des Gebietes i. S. des § 48 d Abs. 4 LG NW:
Vogelarten, die im Anhang I der Vogelschutzrichtlinie aufgeführt sind:
• Eisvogel (Alcedo atthis)
• Ziegenmelker (Caprimulgus europaeus)
• weitere gefährdete Vogelart ( )
• Neuntöter (Lanius collurio)
• Heidelerche (Lullula arborea)
• Blaukehlchen (Luscinia arborea)
• Fischadler (Pandion haliaetus)
• Wespenbussard (Pernis apivorus)
• Tüpfelsumpfhuhn (Porzana porzana)
Regelmäßig vorkommende Zugvogelarten der Vogelschutzrichtlinie, die nicht im Anhang I aufgeführt sind:
• Teichrohrsänger (Acrocephalus scirpaceus)
• Löffelente (Anas clypeata)
• Krickente (Anas crecca)
• Wiesenpieper (Anthus pratensis)
• Tafelente (Aythya ferina)
• Bekassine (Gallinago gallinago)
• Pirol (Oriolus oriolus)
• Zwergtaucher (Podiceps ruficollis)
• Wasserralle (Rallus aquaticus)
• Schwarzkehlchen (Saxicola torquata)
10. Das Gebiet hat darüber hinaus im Gebietsnetz NATURA 2000 insbesondere Bedeutung für folgende Vogelart, die im Anhang I der Vogelschutzrichtlinie aufgeführt ist:
• weitere gefährdete Vogelart ( )
sowie für die folgende regelmäßig vorkommende Zugvogelart der Vogelschutzrichtlinie, die nicht im Anhang I aufgeführt ist:
• Wiesenpieper (Anthus pratensis)

Links auf externe Dokumente

http://legaldocs.naturschutzinformationen.nrw.de/legaldocs/lp_reker_berge_text.pdf
http://legaldocs.naturschutzinformationen.nrw.de/legaldocs/lp_reker_berge_fkarte_2.pdf
http://legaldocs.naturschutzinformationen.nrw.de/legaldocs/lp_reker_berge_fkarte_1.pdf
http://legaldocs.naturschutzinformationen.nrw.de/legaldocs/lp_reker_berge_ekarte.pdf

Verwaltungstechnische Angaben

Schutzstatus:
NSG, bestehend

Verfahrensstand:
LP rechtskraeftig

Gültigkeit:
Inkraft seit: 1962, Inkraft: 2008, außerkraft: 9999

Amtsblatt / LP:
Amtsblatt alt (1962-10-13)
LP Rekener Berge (2008-07-16)( Bem.: 3.Aenderung)
LP Rekener Berge alt (1989-01-30)
LP Rekener Berge alt (2006-09-21)( Bem.: LP Offenlage)

Digitalisiermaßstab:
Maßstab 1:5.000

Allgemeine Bemerkungen:
Dig.Abgrenzung vom Kreis Borken uebernommen. (Dig. Juni 2010). mit 3.Änderung LP ist das NSG Huelstener Wacholderheide in das neue NSG übergegangen, alte Abgrenzung siehe Altkataster.


LAGE


Regierungsbezirk: Münster
Kreis: Borken Gemeinde(n): Reken


öffentlicher Report generiert:20250327      domainobjectid: 4982357     Edate: 20230815