Naturschutzgebiete (NSG)


LINFOS-Kennung: BM-004
Gebietsname: NSG Parrig

Digitalisierte Fläche: 190.8360 ha     offizielle Fläche: 190.9000 ha    Digitalisierungsmaßstab: Maßstab 1:5.000

Schutzziel:
Die Unterschutzstellung erfolgt

a) Zur Erhaltung und Wiederherstellung von Lebensgemeinschaften und Biotopen
bestimmter wildlebender Pflanzen- und Tierarten (Paragraph 20 Satz 1 Buchstabe a)
sowie Satz 2 LG), insbesondere

- zur Erhaltung und Wiederherstellung folgender natuerlichen Lebensraeume von gemein-
schaftlichem Interesse in Ausfuehrung des Paragraph 48 c LG gemaess Anhang I der Richtlinie
92/43/EWG des Rates vom 21.5.1992 zur Erhaltung der natuerlichen Lebensraeume so-
wie der wildlebenden Tiere und Pflanzen (FFH-Richtlinie vom 21.5.1992 Abl. EG NR.
L206 S. 7):

- Stieleichen-Hainbuchenwald (9160),

- zur Erhaltung folgender wildlebender Vogelarten von gemeinschaftlichem Interesse
gemaess Anhang I der Richtlinie 79/409/EWG des Rates vom 2.4.1979 ueber die Erhal-
tung der wildlebenden Vogelarten und deren Lebensraeume (Vogelschutzrichtlinie, Abl.
EG Nr. L103 S. 1 ) sowie zur Wiederherstellung von Lebensraeumen und stabilen ueber-
lebensfaehigen Populationen:

- Mittelspecht (A238),
- Schwarzmilan (A073),

- zur Wiederherstellung von Lebensraeumen und stabilen ueberlebensfaehigen Populatio-
nen folgender wildlebender Vogelarten von gemeinschaftlichem Interesse gemaess An-
hang I der Vogelschutzrichtlinie:

- Eisvogel (A229),
- Schwarzspecht (A236),
- Neuntoeter (A338),

- zur Erhaltung und Wiederherstellung von Lebensraeumen und stabilen ueberlebensfaehi-
gen Populationen folgender Voegel gemaess Artikel 4 Abs. 2 der Vogelschutzrichtlinie:

- Nachtigall (A271),

- zur Wiederherstellung von Lebensraeumen und stabilen ueberlebensfaehigen Populatio-
nen folgender Voegel gemaess Artikel 4 Abs. 2 der Vogelschutzrichtlinie:

- Teichrohrsaenger (A297),
- Raubwuerger (A340),
- Pirol (A337),
- Schwarzkehlchen (A276),

- zur Erhaltung und Wiederherstellung der naturnahen Waldlebensgemeinschaften mit der
fuer die natuerlichen Laubwaldgesellschaften typischen Flora und Fauna, in verschiedenen
Entwicklungsstufen und Altersphasen, einschliesslich Altholz, mit typischen Artenspektren,
in der standoertlichen Variationsbreite, inklusive struktur- und artenreicher Waldraen-
der sowie Staudenfluren,

- wegen seiner hohen strukturellen Vielfallt, dem Vorkommen zahlreicher Rote-Liste-Arten,
der gut ausgebildeten Pflanzengesellschaft und seiner Flaechengroesse als grosses
zusammenhaengendes Waldgebiet und Lebensraum,
- zur Erhaltung und Entwicklung des seltenen naturnahen Eschen- (Ulmen)-Eichen-Hart-
holzauenwaldes,
- zum Schutz der Brutbiotope von seltenen Greifvogelarten,
- zur Erhaltung der letzten artenreichen Klappertopf-Wiesen an der Erft,
- zur Wiedervernaessung und Entwicklung natuerlicher Ueberflutungsraeume im Bereich der
neu angelegten Erftschlingen,
- wegen seiner hohen Bedeutung als Knotenpunkt eines regionalen Biotopverbundes entlang
der Erft und zwischen den Resten der Buergewaelder und den zukuenftigen Rekultivierungs-
bereichen im Tagebau Frechen,
b) Aus wissenschaftlichen und naturgeschichtlichen Gruenden (Paragraph 20b LG), insbesondere

- als Relikt ehemals weit verbreiteter Waldgesellschaften in der Niederrheinischen Bucht,

c) Wegen der Seltenheit und besonderen Eigenart des Waldes (Paragraph 20b LG NRW),

- als landschaftstypisches Auenwaldrelikt und als Refugialbiotop auenwaldspezifischer
Arten.

Links auf externe Dokumente

http://legaldocs.naturschutzinformationen.nrw.de/legaldocs/LP Erfttal Sued_Text.pdf

Verwaltungstechnische Angaben

Schutzstatus:
NSG, bestehend

Verfahrensstand:
LP rechtskraeftig

Gültigkeit:
Inkraft seit: 1956, Inkraft: 2004, außerkraft: 9999

Amtsblatt / LP:
Amtsblatt alt (1956-03-24)
Amtsblatt alt (1965-03-05)
LP Erfttal-Süd (2004-05-11)( Bem.: 1. Aenderung)
LP Erfttal-Süd alt (1998-11-24)( Bem.: LP Offenlage)
LP Erfttal-Süd alt (2002-10-01)
LP Erfttal-Süd alt (2003-11-05)( Bem.: 1. Aenderung (Offenlage))

Digitalisiermaßstab:
Maßstab 1:5.000

Allgemeine Bemerkungen:
Dig. Abgrenzung vom Kreis uebernommen. (Dig. November 2010). (Juli 2014).


LAGE


Regierungsbezirk: Köln
Kreis: Rhein-Erft-Kreis Gemeinde(n): Kerpen


öffentlicher Report generiert:20250117      domainobjectid: 3048823     Edate: 20141016