Flora-Fauna-Habitat (FFH)


Kennung: DE-4119-305     Bezeichnung des Gebiets: Hohlsteinhoehle

Fläche des Gebiets: 0.0298 ha     Anzahl (Teil-)flächen: eine Teilfläche     

FFH-Gebiet (nationale Liste) (ein Datenbogen)

Kurzdokument


Gebietsbeschreibung:
Klufthöhle (ca. 260m lang) im Kreidekalk mit Tropfsteinbildung im nördlichen Eggegebirge.

Repräsentanz:
Die Hohlsteinhöhle gehört zu den bedeutendsten natürlichen Klufthöhlen im Weserbergland. Diese hervorragend erhaltene Höhle ist zudem aus faunistischer Sicht als die beste in Ostwestfalen einzustufen. Besonders bedeutsam ist die Hohlsteinhöhle als Quartier verschiedener Fledermausarten, die hier in größerer Zahl überwintern. Hervorzuheben ist insbesondere das regelmäßige Vorkommen des Großen Mausohres ( 1996/ 97 mind. 20 Tiere dieser Art, Mitte März 1998 wurden 86 Mausohren gezählt). Die Höhle wird offenbar schon seit langer Zeit von Fledermäusen aufgesucht, wie subfossile Knochenfunde im Höhlenlehm beweisen.

Entwicklungsziel:
Zum Schutz der als Naturdenkmal gesicherten Höhle sollte regelmäßig die Gitterabsicherung am Höhleneingang überprüft werden und die Abgeschiedenheit der Höhle bewahrt werden. Im nördlichen Eggegebirge ist die Hohlsteinhöhle zusammen mit den Gebieten Bielsteinhöhle mit Lukenloch und Silberortspalte Teil eines Schwerpunktes in Ostwestfalen zum Schutz bedeutender Höhlen und zugleich sehr wichtiger Winterquartiere für verschiedene Fledermausarten.


Im Gebiet vorkommende Lebensraumtypen und diesbezügliche Beurteilung des Gebiets

Lebensraumtypen nach Anhang I Beurteilung des Gebiets
CodeLangname Fläche (ha) Repräsentativität Relative Fläche Erhaltung Gesamtbeurteilung
LRT 8310 Nicht touristisch erschlossene Höhlen 0.0005 B C A B

 

Im Gebiet vorkommende wichtige Tierarten

Tierartsensible Art Anzahl Zähleinheit Populationsstatus Begründung FFH-Anhang-Art
Myotis myotis
(Großes Mausohr)
86
WintergastAnhang IV-Art
Myotis mystacinus
(Kleine Bartfledermaus)
7
WintergastInternationale ÜbereinkommenAnhang IV-Art
Myotis dasycneme
(Teichfledermaus)
7
WintergastAnhang IV-Art
Myotis daubentonii
(Wasserfledermaus)
5
WintergastInternationale ÜbereinkommenAnhang IV-Art

 

GEBIETSBESCHREIBUNG

Biotopkomplex:
Mischwald (98%)
Binnenlandfelsen, Geröll- und Schutthalden, Sandflächen (2%)

Schutzgrund: Eine der bedeutsamsten Klufthöhlen des Weserberglandes. Aus faunistischer Sicht die beste Höhle Ostwestfalens, insbesondere aufgrund ihrer landesweiten Bedeutung als Winterquartier gefährdeter Fledermäuse, vor allem des Grossen Mausohres.
Verletzlichkeit: Zur Zeit keine akuten Gefährdungen bekannt.
Gebietsausweisung: Die Flächengrösse (2.2) ist maschinentechnisch auf der Grundlage von Gauss-Krüger-Meridianstreifen 2 ermittelt.
Besitzverhältnisse
Land (100%)

Einflüsse und Nutzungen
BelastungIntensitätLageEinflußFläche %
Wandern, Reiten, Radfahren (Code 622) C i - 1%

 


URL - Schutzgebietsdokumente
http://legaldocs.naturschutzinformationen.nrw.de/legaldocs/lp horn-bad meinberg-schlangen ost_text.pdf
http://natura2000-meldedok.naturschutzinformationen.nrw.de/natura2000-meldedok/de/fachinfo/listen/meldedok/de-4119-305
http://ec.europa.eu/environment/nature/natura2000/sites_hab/biogeog_regions/

LAGE


Biogeografische Region: kontinental
Naturraum: Weser u. Weser-Leine-Bergland (Niedersächsisches Bergland) (Code:D36)

naturräumliche Haupteinheit: Egge (NHE-CODE 363)

Regierungsbezirk: Detmold
Kreis: Lippe


Höhe über NN: von 421 bis 421 m

BEARBEITUNG

01.05.2000 Ersterfassung , Kartierung / Bearbeitung
01.06.2000 Datenerfassung, Digitalisierung , Landesanstalt für Ökologie, Bodenordnung und Forsten
01.03.2001 GGB, Vorschlag , Informant
16.12.2004 GGB bestätigt , Kommission der Europäischen Gemeinschaft
01.02.2005 Ausweisung als BEG , Kommission der Europäischen Gemeinschaft
01.02.2007 Fortschreibung , Informant

Public Report generiert:20250902      domainobjectid: 4284145     Edate: 20171222000000